Mein Weg nach Athen – eine Marathon-Geschichte

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Die Akropolis thront hinter mir in strahlendem Weiß auf diesem mächtigen Felsen. Vor der Terrasse, auf der ich nachdenklich sitze, breitet sich weit unter mir ein unendliches Häusermeer aus, ein nicht endendes Chaos aus Stein und Verkehr. Ganz sachte dringt das wilde Gehupe der Athener bis hierauf zu mir. Zu meinem Abendessen habe ich mir ein Glas Rotwein gegönnt, und ein Orchester aus vom Wind herbeigewehten Musikklängen, klimperndem Geschirr und den vielen Stimmen in fremden Sprachen, die sich einander Geschichten erzählen, verleihen dem Abend eine gewisse Magie. Es gibt diese Momente, in denen man sich bis ins Mark glücklich fühlt, und das hier ist einer. Und während ich diesen mit jeder Pore meiner Haut genieße, lasse ich die letzten Wochen und den heutigen Tag Revue passieren.

Und nun kannst du mich fragen: „Und, wie war deine Zeit in Athen?“ Und dann antworte ich kurz und knapp: „3:41!“ Und jetzt?

Und, was war deine Zeit?
Wie viele Kilometer war ich in den letzten zehn Wochen unterwegs gewesen – sechshundert, siebenhundert? Eigentlich weiß ich es ja ganz genau. Mit einem Blick auf meine Laufuhr, die ich am Handgelenk trage, könnte ich das auf einen Blick sehen. Doch eigentlich möchte ich es nicht genau wissen, jetzt nicht, weil ich gerade keine Lust habe auf Zahlenwerk und Rechnerei. Nicht die Zahlen machen das Laufen, machen den Marathon aus, oder doch? Wenn ich mit interessierten Leuten über das Laufen spreche, ist eine der ersten Fragen, die mir gestellt wird, meine gelaufenen Zeiten auf die verschiedenen Distanzen. Das ist nur verständlich, leben wir doch in einer Leistungsgesellschaft. Auch unter Läufern ist es mehr und mehr en vogue, sich ausschließlich durch Leistung zu definieren. Vielleicht liegt das ja an diesem nie dagewesenen Laufboom, den unser Sport erfährt und den immer größeren Marathon-Events. Diese sind längst nicht mehr puristisch und schlicht wie in den Siebzigern, sondern beherrscht von Goodi-Bags, lautstarken und marktschreierischen Gruppen wie den Adidas Runner’s und übertriebenen Dialogen über viel zu teure Pulsuhren und andere neuartige Ausrüstung, die eigentlich kein Mensch braucht. Mittlerweile wird jeder Lauf auf sozialen Netzwerken mit exakten Laufdaten unterlegt. Distanz, Pace, Zeit, und natürlich darf das Selfie nicht fehlen. Ja, das kann man so machen. Man kann das Laufen als Zahlenwerk verstehen, ganz simpel. Man kann es aber auch ganz anders machen!

… magisch war es, als dann die Sonne die ersten Strahlen auf mein Gesicht zauberte und mich überglücklich stimmte, zufrieden, eins mit der Welt. Bild: Pixabay

3:41
Wenn man sich einmal tiefer mit der Materie beschäftigt, dann offenbart sich hinter diesem ganzen kommerziellen Dickicht so etwas wie ein verborgener Pfad, der ein gänzlich neues Universum offenbart über das, was wir hier tun – laufen! Haruki Murakami schreibt in seinem Buch What I talk about when I talk about Running, dass er alles, was er über das Schreiben wisse, vom Laufen gelernt habe. Sakyong Mipham berichtet in Running Buddha von den Parallelen von Meditation und laufen und davon, welche Bedeutung es hat, ganz konzentriert im hier und jetzt zu sein und dies beim Laufen zu praktizieren und dass dies nichts Geringeres sei als ein waschechter Weg zum Glück. In Born to Run begegnet Christopher McDougall in Mexiko einem Stamm von der Zivilisation gänzlich unberührten Superathleten, den Tarahumara, für die das Laufen eine Art Verbindung zwischen der irdischen Welt und dem Universum darstellt. In Eat and Run erzählt die Lauflegende Scott Jurek von einer tiefen Krise, als er im ganzen Gewinnen der vielen Wettkämpfe keinen Sinn mehr erkennt und seine Laufschuhe fast an den Nagel hängt. Erst bei einem Lauf durch den Grand Canyon abseits von Glanz und Glamour spürt er wieder die wahre Freude des Laufens. In Der Aufstieg der Ultraläufer von Adharanand Finn wird man von einem Läufer nach dem anderen inspiriert. Menschen, die dem Nine to Five Job den Rücken kehren und ein Leben im Einklang mit der Natur suchen, in dem das Laufen eine fundamentale Rolle spielt. Zach Miller, einer der besten Ultraläufer der Welt, ist so einer. Selbst bei den härtesten Wettkämpfen über 160 Kilometer ist Miller mit einer 6-Dollar-Casio Armbanduhr, schlichten kurzen Hosen und T-Shirt unterwegs, fertig! Und nun kannst du mich fragen: „Und, wie war deine Zeit in Athen?“ Und dann antworte ich kurz und knapp: „3:41!“ Und jetzt?

Wie schön es war, mich an anderen Tagen ganz zu fokussieren. Nicht einfach dahinzuschweben, sondern voll und ganz da zu sein, im Hier und Jetzt. Dieses Gefühl, weit weg von zu Hause zu sein, so weit, dass Wiesen und Wälder die Großstadt längst hinter sich ließen.

Laufen möchte mehr sein als ein Ergebnis
Laufen ist viel mehr als die Reduktion auf ein Ergebnis, auf eine Zeit. Versteh mich nicht falsch. Ich bin ein ambitionierter Läufer und habe für diesen Lauf eine 3:15 anvisiert und entsprechend dafür trainiert. Nun ist es eine 3:41 und ich denke: „Na und!“ Denn eines vergisst man ganz schnell – die unglaubliche Härte, dieses Hadern mit dem eigenen Willen, welches einen im Verlauf eines Marathons, speziell einem wie diesem hier, ereilt. Und dann lässt sich ganz leicht an der Zeit nörgeln, im Nachhinein. Doch während man diese erfährt, in diesem Fall während einer 12 Kilometer langen, massiven Steigung ab Kilometer 20, da spielt die gesetzte Zielzeit keine Rolle mehr, sie ist irrelevant. Man möchte da durch, möchte es schaffen, jeder für sich, egal wie. Nein, das ist kein Marathon wie in Berlin, keine plane Strecke, kein Lauf für die Bestzeit, das Ego. Dies ist eine Strecke für das Herz, eine Reise zum Beginn unseres Sports, der hier seine Wurzeln hat, mitten rein in die Geschichte. Wie du siehst, kann der Marathon mehr sein als eine Zeit, wenn du es zulässt.

Ist es nicht erstaunlich, zu was der menschliche Körper in der Lage ist? Anfangs glaubt man nicht, dass man das schafft, und dann wächst man über sich selbst hinaus und schafft es doch. Bild: Shutterstock

Ist der Weg das Ziel?
Vielmehr ist es doch der Weg, der mich hierher führte, mein Motivation dabei und das, was ich dabei empfand. Wie schwer mir doch der erste Fünfundzwanziger anfangs fiel, und wie leicht doch der der letzte Fünfunddreißiger, der lief sich wie Butter runter. Und in Woche elf – da lief ich die letzten 5.000er Intervalle in einer Pace weit unter vier Minuten ohne mit der Wimper zu zucken, fokussiert auf den Gipfel des Everests – den Marathon – der bald anstehen würde. Ist es nicht erstaunlich, zu was der menschliche Körper in der Lage ist? Anfangs glaubt man nicht, dass man das schafft, und dann wächst man über sich selbst hinaus und schafft es doch. Oh, die vielen Läufe – bei Sonnerschein, bei Hitze, bei Regen, früh am Morgen zur Arbeit und spät Abends vor dem zu Bett gehen – wie viele mögen es gewesen sein? Es waren viele! Die schnellen Zehner und Fünfzehner, sie haben mich hart werden lassen – und schnell. Das Besondere aber waren die langen Läufe. Die ersten Schritte waren von Skepsis überschattet, zu lang war der Weg noch vor mir. Und dann, irgendwo zwischen Kilometer 20 und 25, lief ich einfach, ganz wie von selbst. Wie schön es war, einfach so dahin zu träumen, in diesem Nichts, diesem – Läuferhoch. Wie schön es war, mich an anderen Tagen ganz zu fokussieren. Nicht einfach dahinzuschweben, sondern voll und ganz da zu sein, im Hier und Jetzt. Dieses Gefühl, weit weg von zu Hause zu sein, so weit, dass Wiesen und Wälder die Großstadt längst hinter sich ließen. Und wie schön es war, allein dabei zu sein. Nur ich allein, getrennt von jeglicher Erreichbarkeit, fernab aller Medien, Telefonen und was weiß ich was. Schwer mutete es an, als mein Wecker mich an so manchem Sonntag um fünf Uhr aus dem Schlaf entließ und zu 35 Kilometern losschickte. Und magisch war es, als dann die Sonne die ersten Strahlen auf mein Gesicht zauberte und mich überglücklich stimmte, zufrieden, eins mit der Welt. Und nun sag mir, was bedeuten jetzt 3:41?

Wenn ich etwas vom Laufen gelernt habe, dann zu kämpfen, immer wieder aufzustehen und weiterzugehen, selbst wenn alle Sinne mir signalisieren, dass das nicht mehr geht

Der Mount Everest
Obwohl ich schon eine Ewigkeit laufe, habe ich den Wettkampf erst seit einigen Jahren für mich entdeckt. Ich wurde Zeuge eines Triathlons und stand wie gebannt an der Strecke. Es faszinierte mich, dass Menschen unterschiedlichen Alters, Alte und Junge, Frauen und Männer, schnelle und langsame, Behinderte und Gesunde, dass alle miteinander liefen, jeder mit einem ganz individuellen Ziel. Auf diese Weise inspiriert, zog ich los in die Welt des Wettkampfes und ehe ich mich versah, trainierte ich für meinen ersten Halbmarathon und wandte mich schließlich auch dem Mount Everest zu, dem Marathon. Denn das ist er, der Marathon – der Everest des kleinen Mannes. Ich habe mir einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung aufgehoben, in dem es um Menschen ging, für die der Marathon keinem sportlichen Ziel diente, sondern der Bewältigung oder Verarbeitung von irgendetwas. Darin wurde unter anderem erwähnt, dass man sich durchaus einmal nicht nach drei oder vier, sondern nach fünf oder sechs Stunden an die Ziellinie eines Marathons stellen sollte. Läufer brechen in Tränen aus, laufen die letzten Meter mit ihren Kindern, schleppen sich gegenseitig über die Linie. Ja, auch das ist der Marathon, und ganz besonders der Weg dorthin.

Ein Training auf einen Marathon würde mir helfen, mich herausholen aus diesem Kreislauf, der mich fertig machte. Es würde mich die echte Welt unter meinen Füßen spüren lassen. Bild: Pixabay

Warum einen Marathon laufen
Auch ich hatte etwas zu bewältigen. Das Schicksal durchkreuzte meinen Weg in nie zuvor dagewesener Form und erzeugte ein riesiges Nichts in meinem Leben. In so einer Situation stellt man fest, dass sich die Welt dennoch weiterdreht und keine Zeit zum Innehalten bleibt. Als ich an einem traurigen Tag im Januar – so grau und traurig wie mein Inneres zu diesem Zeitpunkt – gedankenverloren in einem Magazin herumblätterte, stieß ich auf die Anzeige des Athens Marathons, der alljährlich im November stattfindet. „Das ist es!“, sagte ich mir. Ein Training auf einen Marathon würde mir helfen, mich herausholen aus diesem Kreislauf, der mich fertig machte. Es würde mich die echte Welt unter meinen Füßen spüren lassen. Auch für mich war das Training, welches nun folgte, eine Art Therapie. Und weißt du was – es hat mir ungemein geholfen und ich glaube, ich weiß jetzt auch, warum. Ich sage es dir später! Ich meldete mich an, um meinen Traum, von Marathon nach Athen zu laufen – die Mutter aller Marathons – wahr werden zu lassen. Und heute, an diesem Abend, liegt der Weg hinter mir und ich kann mein Glück kaum fassen. Ich bin überglücklich, dass ich hier teilnehmen durfte. Denn, um ehrlich zu sein, hätte es beinahe schon wieder nicht geklappt. Was heißt hier schon wieder? Nun, eigentlich war ich schon einmal hier, nämlich ein Jahr zuvor. Doch mein schmerzendes IT-Band, das sogenannte Läuferknie, verwehrte mir den Start. Das war hart. Irgendwann um Woche Woche sieben meines Trainings zwickte es im Knie und ich hatte es von einem Moment auf den anderen mit einem der gefürchtetsten Läufer-Wehwehchen zu tun. Bis zuletzt probierte ich es, flog nach Athen und konnte dann doch nur im antiken Stadion Platz nehmen und den Finishern zujubeln. Doch eines wusste ich. Dass ich wiederkommen würde, im nächsten Jahr, und die Ziellinie da unten überschreiten würde. Komme, was wolle. Wenn ich etwas vom Laufen gelernt habe, dann zu kämpfen, immer wieder aufzustehen und weiterzugehen, selbst wenn alle Sinne mir signalisieren, dass das nicht mehr geht.

„Hey Zeus, ich weiß du hast was gegen mich. Dass mit dem Knie letztes Jahr war schon echt ne miese Nummer. Das jetzt ist auch krass, aber weißt du was: Nichts und niemand hält mich auf, morgen an den Start zu gehen, kapiert!“

Niemals aufgeben
Was folgte, war eine tiefe Auseinandersetzung mit meinem Laufstil, inspiriert durch meine Begegnung mit einem laufverrückten Physiotherapeuten. Ich stieß auf Bücher wie Born to Run und wurde in der Folge vom Fersen- zum Vorfußläufer. Mir wurde nun klar, dass Laufen eine Fähigkeit ist, die man erlernen muss, und dass uns der moderne Laufschuh mit all seiner durchaus gut gemeinten Dämpfung von der ursprünglichen Art des Laufens entfernt und mitverantwortlich ist für all die Verletzungen, die wir heute haben und die es damals – das ist eine Tatsache – nicht gab! Ich rate jedem, dieses Buch zu lesen, danach ist man ein anderer Läufer als vorher! In Eat and Run lernte ich von Scott Jurek viel über Ernährung und noch wichtiger, über den richtigen Laufstil. Mir war bis dato nicht klar, wo der ideale Auftrittspunkt des Fußes mit dem geringstmöglichen Widerstand ist und wie wichtig das ist für die Verletzungsprävention. Ich lernte, wie wichtig es war, die sogenannten Runners Five zu dehnen, zu welchen – welch Überraschung – auch das IT-Band gehört. Es war mühsam, die richtigen Übungen für genau diese Problemstelle zu finden, doch ich wurde fündig und letztlich wurde mir auch klar, dass zu einem intensiven Training, welches viel Zeit in Anspruch nimmt, eben auch eine tiefe Auseinandersetzung mit Verletzungsprävention mit sich bringt. Was ich an dieser Stelle empfehlen möchte, ist ein Expander wie dieser hier, der sowohl zum Dehnen der Oberschenkelrückseite als auch für IT-Band-Übungen einfach ein super Tool ist! Weiterhin arbeitete ich an meiner Kraft, ergänzte Lauf- mit Schwimmeinheiten, ging Bouldern. Ich feilte an allen Stellschrauben und war bald ein anderer Läufer als vorher. Denn eines lernt man, wenn man läuft – niemals aufzugeben, auch wenn der Weg noch so lang ist. Sechs Monate später war ich komplett schmerzfrei unterwegs und ehe ich mich versah, war schon wieder November und der Athen Marathon stand vor der Tür. Und dann, eine Nacht vor dem Abflug, machte sich das Magen-Darm-Virus in mir bemerkbar. Im Flieger lies es mich noch in Ruhe, doch mit Ankunft im Hotel wurde es böse. Mit Brechtüte machte ich mich auf den Weg zur Startnummernausgabe nach Piräus, und kaum verließ ich das Messegebäude, musste ich mich schon übergeben und lag wie tot nahe der Strandpromenade in der Sonne herum. Ich blickte in den Himmel und dachte: „Hey Zeus, ich weiß du hast was gegen mich. Dass mit dem Knie letztes Jahr war schon echt ne miese Nummer. Das jetzt ist auch krass, aber weißt du was: Nichts und niemand hält mich auf, morgen an den Start zu gehen, kapiert!“ Zeus hat das anscheinend beeindruckt. Es gelang mir, mich irgendwie ins Hotelzimmer zurück zu kämpfen und am späten Abend wieder aufzuwachen, frei von Übelkeit.

Mit den Worten: „Freut Euch, wir haben gesiegt”, brach er zusammen und starb. Bild: MaSan

Meine Reise zum Ursprung unseres Sports
Und am nächsten Morgen saß ich im Bus nach Marathon, vor mir noch ein Bus, und dann noch einer. Alle voll mit Läufern aus aller Welt. Neben mir der Grieche Manuelis aus Kreta, den ich in meinem Hotel kennenlernte. Er war zum zweiten Mal hier dabei und erzählte mir von deinem Job als Rezeptionist in einem Hotel auf Kreta, in das er mich – geschäftstüchtig, wie die Griechen sind – prompt einlud. Er hatte keine Zeitambitionen für den Lauf. Fünf Stunden, vielleicht sechs sagte er. „Wir Griechen“, sagte er, „sind da anders“. Wir wollen das einfach schaffen. „Sieh mich an, sehe ich vielleicht aus wie ein Athlet?“ Wenn man Athen gen Marathon verlässt, fällt einem eines besonders auf – es geht bergab, stets bergab. Dass man da wieder hoch muss, ist vielleicht der Grund, warum es gespenstisch still ist im Bus. Es wird nicht viel gesprochen, jeder ist in sich gekehrt irgendwie. Der Bus würde uns zu jenem Ort bringen, von dem einst Pheidippides nach Athen aufbrach, um die Botschaft des Sieges gegen die Perser zu überbringen. Das ist die Kurzversion, jene Geschichte, die jeder einmal irgendwie irgendwo gehört hat. Es ist aber nicht die echte Geschichte. Was damals wirklich passierte, war viel spannender, möchtest du es wissen? Na gut!

490 vor Christus hatten es die die Athener mit der persischen Flotte zu tun, die im Ort Marathon landeten und böses im Schilde führten. Diese war allein vom Stadtstaat Athen nicht zu besiegen, weswegen man den Tageläufer Pheidippides ins ca. 200 Kilometer entfernte Sparta sandte, um die Superathleten um Hilfe zu bitten. Tageläufer oder sogenannte Hemerodromos, was sich sinngemäß mit der täglich Laufende übersetzen lässt, waren in vielen Fällen – so auch in diesem – das schnellste und beste Kommunikationsmittel zu dieser Zeit. Menschen wie Pheidippides waren berüchtigt dafür, extrem lange und harte Strecken zu laufen. Und wie man sieht, handelte es sich beim Gang nach Sparta nicht um die Marathondistanz, sondern um einen Ultramarathon. Überliefert ist, dass er bei seiner Ankunft in Sparta Wahnvorstellungen hatte, ein übliches Phänomen bei Ultraläufern. Die Spartaner jedoch konnten nicht helfen, da man wichtigen, religiösen Feierlichkeiten nachging, welche die Schlacht untersagten. Also, wurde er zurückgeschickt. Pheidippides rannte nicht nach Athen zurück, sondern direkt an den Ort des Geschehens, nach Marathon, um dem dort wartenden Heer zu berichten, dass die Spartaner nicht zu Hilfe eilen würden. Als er dort ankam – mittlerweile hatte er dann etwa 400 Kilometer auf dem Tacho – stellte er verdutzt fest, dass die Perser überraschend besiegt wurden, sich ein Restbestand deren Flotte jedoch wutentbrannt nach Athen aufmachte – die Stadt stand ja schutzlos da, weil sich das Heer in Marathon befand – , um dort Schaden anzurichten. Und lediglich bei diesem letzten Lauf handelt es sich um die Geschichte, die wir alle kennen. Nun läuft Pheidippides von Marathon nach Athen, dem nacheilenden griechischen Heer voraus, um vom Sieg gegen die Perser zu berichten und um gleichzeitig vor der Flotte zu warnen, die von Meer aus angreifen würde. Mit den Worten: „Freut Euch, wir haben gesiegt”, brach er zusammen und starb. Es gibt im Übrigen einen Lauf, der sich näher an jenen von Pheidippides anlehnt. Es ist der Spartathlon, der Jahr für Jahr die besten Ultraläufer der Welt anzieht: Die schnellsten unter ihnen brauchen für die Strecke knappe 24 Stunden.

Für mich jedenfalls ist klar, und zwar seitdem ich Wettkämpfe laufe, dass der Athen-Marathon der Lauf der Läufe ist. Die Teilnahme kostet knappe vierzig Euro, inklusive T-Shirt. Das nenne ich am Boden geblieben

Kein Verlierer, kein Gewinner
Und dann spuckte uns der Bus aus und ich stand genau da, von wo Pheidippides zu seinem letzten Lauf aufbrach. In der Gruft von Marathon, wo die Gebeine der damals Gefallenen ruhen, wurde am Vortag eine Fackel entzündet und ins nahegelegene Stadion getragen, wo es das olympische Feuer entfachte. Für uns, für all jene, die wir hierher kamen, aus aller Welt, um den Marathon der Marathons zu laufen. Ja, aus meiner Sicht ist dieser Lauf genau das! Mich persönlich wundert es immer, dass fast alle davon träumen, einmal den New York Marathon zu laufen, doch warum? Um dort mitzulaufen, verlassen zuweilen mehrere tausend Euro den Geldbeutel, für einen Lauf, der sich prinzipiell – also in laufkultureller Hinsicht, wenn man das mal so bezeichnen darf – nicht von anderen großen Stadtläufen unterscheidet. Man fliegt also nach New York, schadet dem Klima dabei immens, legt die Hunderter auf den Tisch und macht die Selfies für die sozialen Netzwerke. In einer Zeit, in der selbst Laufanfänger mit mehreren hundert Euro Laufausrüstung behängt sind und von Sportmarken zu Tode beeinflusste Laufgruppen – eine davon habe ich bereits erwähnt – gemeinschaftlich auftreten und dem Sport einen kommerziellen Stempel aufdrücken, passt das ja perfekt ins Bild. New York, muss man mal gemacht haben. Für mich jedenfalls ist klar, und zwar seitdem ich Wettkämpfe laufe, dass der Athen-Marathon der Lauf der Läufe ist. Die Teilnahme kostet knappe vierzig Euro, inklusive T-Shirt. Das nenne ich am Boden geblieben. Das ist die Art Veranstaltung, an der ich teilnehmen möchte. Und nun waren wir hier. Menschen unzähliger Nationen, schwarze und weiße, alte und junge, gesunde und behinderte. So unterschiedlich wir auch alle waren, so waren wir doch vereint unter dem brennenden Feuer da oben, das für uns entzündet wurde. Die Aufschrift auf einem T-Shirt einer Läuferin brachte es auf den Punkt. We may all be different, but we run together! Ja, das ist es, was der Marathon sein will, was er sein kann! Und dann – dann würden wir laufen, auf den Spuren Pheidippides, jeder für sich, und doch alle zusammen. Es würde keinen Verlierer geben, und keinen Gewinner. Denn – der Marathon ist der einzige Sport auf der Welt, bei dem es genau darum nicht geht.

Andere wiederum reichten den Läufern Olivenzweige, so ist es Brauch hier in Athen. Was bedeutet das? Nun – der Olivenzweig war der höchste Preis bei den Olympischen Spielen und ein Symbol des Friedens. Bild: Pixabay

Auf nach Athen
Fast zwanzig tausend Läufer hielten den Arm in die Luft, alles war mucksmäuschenstill. So ist es Brauch in Athen. Vor dem Start wird jenen gedacht, die einst hier unsere Demokratie verteidigten. Es wir jenem Mann gedacht, der von hier aus losrannte gen Athen, so schnell wie möglich, um vom Sieg zu berichten und vor dem Feind zu warnen. Und es wird jenen gedacht, die alljährlich den Waldbränden zum Opfer fallen. Dann ertönte der Schuss, und dann ging ich, trabte und lief ich schließlich los, 42 Kilometer vor mir. Es ist ein sonderbares Gefühl, nach so viel Vorbereitung die ersten Meter eines Marathons zu laufen. Die ganze Zeit schien der Weg so lang, doch nun war es tatsächlich so weit. Und schon jetzt beschlich mich die Angst, dass das nun alles bald vorbei sein würde. Doch diesen Gedanken blendete ich schnell aus. Bleibe im Hier und Jetzt, sagte ich mir, lebe den Moment. Von Beginn an schraubte ich meinen ursprünglichen Plan, eine 4:40er Pace zu laufen, runter. Gestern um die gleiche Zeit ging es mir noch hundeelend, ich habe zudem kaum etwas gegessen und konnte nicht – so wie man es normalerweise macht – meine Kohlenhydratspeicher auffüllen. Ich lief einfach los, hörte auf meine Intuition und kam zu dem Entschluss, dass sich eine 4:50er Pace gut anfühlte, und so ließ ich mich treiben. Direkt nach dem Start fing es kurz, aber stark zu regnen an, und klitschnass bogen wir nach zwei oder drei Kilometern scharf in Richtung Meer ab, um die Marathon-Gruft zu umrunden. Und weiter ging es, immer gerade aus, das Meer zu unserer linken, während die Sonne den Regenwolken die Stirn bot. Bis Kilometer 20 ging es immer mal wieder auf und ab, phasenweise auch etwas stärker. Und bis dahin lief es gut, gleichmäßig, wie ein Motor. Und nun ging es hoch, so richtig hoch und ich wusste, dass dieser Berg andauern würde bis Kilometer 32. Das hier war die Todeszone des Everest, der Gipfelsturm. Natürlich war klar, dass die Pace abfallen würde. Doch ich versuchte, sie nicht zu weit absacken zu lassen und in 5:00 bis 05:10 Minuten auf den Kilometer nach oben zu schweben. In so einer Situation ist es nicht gut, an das Ziel zu denken. Also dachte ich an die nächsten fünf Kilometer, danach wäre ein Drittel des Anstiegs geschafft. Ich zerlegte den Weg in Etappen, Stück für Stück. Ja, so ging das, und nur so fühlte sich der Lauf gut und leicht an, ja fröhlich sogar.

Ja, wir standen das zusammen durch. Wir alle hatten unsere eigene Story, doch hier und jetzt liefen wir zusammen diesen verfluchten Berg hinauf, und wir würden niemanden zurücklassen.

Ein Olivenzweig als Geschenk
Immer wieder passierten wir kleine Dörfer. Etwas heruntergekommen, abgehängt sahen diese aus. Doch ganz anders deren Bewohner, die zu Massen an der Straße standen und uns anfeuerten. Unzählige kleine Kinder hielten mit einem Lächeln die Hände für ein High-Five in die Luft und mir ging das Herz dabei weit auf, als ich versuchte, so vielen Kids wie möglich diesen Gefallen zu tun. Andere wiederum reichten den Läufern Olivenzweige, so ist es Brauch hier in Athen. Was bedeutet das? Nun – der Olivenzweig war der höchste Preis bei den Olympischen Spielen und ein Symbol des Friedens. Und jetzt sag mir, lieber Leser, ist das nicht ein toller, toller Lauf hier? All diese kleinen Gesten ließen mich den Berg hinaufschweben und kleine Schwächephasen überwinden, die sich nun langsam bemerkbar machten. Kilometer 25 oder 26, der Marathon begann so langsam. Pace: 5:15, phasenweise 5:25, knochenhart das alles. Egal, dachte ich mir. Ich würde später ab K35 einfach hinunter rollen ins Stadion mit einer 4:30er Pace, triumphierend, siegend. Doch schnell verwarf ich den Gedanken wieder. So weit war es noch lange nicht. Meine Beine taten langsam weh, mein Geist entschwand dem Hier und Jetzt, ins Nirvana driftend. Und vor mir – da ging es hoch, immerzu hoch. Ich sah vor mir auf den Boden, nicht in die Ferne in den nicht enden wollenden Berg. So war es gut, hiergeblieben. „Only three miles left“, sagte der Ire neben mir, „just one more 5K to go.“ Ja genau, in Etappen zerlegen musste man das. Kilometer 28, Kampfmodus. Die ersten Läufer gingen den Berg hoch, manche bissen sich so richtig auf die Zähne, stießen regelrechte dumpfe Schreie aus, stöhnten. Mal hing ich mich an einen Läufer dran, mal ein anderer an mich. Wir brauchten einander, lächelten uns zu. Ja, wir standen das zusammen durch. Wir alle hatten unsere eigene Story, doch hier und jetzt liefen wir zusammen diesen verfluchten Berg hinauf, und wir würden niemanden zurücklassen. Kilometer 32 – ich war erledigt! Bei einem Marathon weiß man, wenn die Stunde geschlagen hat und ich wusste, die nächsten 10K würden eine Willensangelegenheit werden. Meine Beine waren müde und eine Übelkeit überkam mich in der Magengegend. An den Verpflegungsstationen brachte ich nichts mehr herunter als einen Schluck Wasser, mehr nicht. Kilometer 37: „Ich möchte hier und jetzt das Rennen beenden“, sagte mein Körper zu mir. Es war jener Punkt, an dem einen ein Kilometer vorkommt wie zehn.

Man muss aus diesem Sumpf wieder herauskommen und dem Körper klarmachen, dass hier nicht gestoppt wird. Bild: Shutterstock

Ein solcher Zustand ist genau das, was einen Marathon von einem halben unterscheidet. Man gerät in einen körperlichen Ausnahmezustand. Im bereits genannten Buch Der Aufstieg der Ultraläufer bin ich dieser Tatsache etwas mehr auf die Schliche gekommen. Der Körper möchte abschalten, weil er ein Risiko, eine Gefahr verspürt. Es ist eine reine Kopfsache. Man muss aus diesem Sumpf wieder herauskommen und dem Körper klarmachen, dass hier nicht gestoppt wird. Und dann, wenn das Ziel letztlich näher rückt, spüren der Kopf und der Instinkt gleichermaßen, dass es bald vorbei ist. Die Blockade wird gelöst, die Kraft kommt zurück, und weiter geht es. In dieser Phase des Rennens kam mir jeder halbe Kilometer wie eine Ewigkeit vor. Immer wenn ich auf die Uhr sah, dachte ich: „Mein Gott, das kann doch nicht sein, es sind ja noch immer viereinhalb Kilometer.“ Ich flog ja auch nicht davon wie geplant, sondern schleppte mich mit immer langsamerer Pace dahin, die mittlerweile auf die sechs Minuten zuging. Ich wurde von immer mehr Läufern überholt, von einem Schwarm verschlungen. Und das war der Moment, in dem ich hinauf zum Himmel blickte. Über Athen brach der dieser auf, teilte sich in zwei. Dort die dichten grauen Wolken, darunter der Regen, dahinter ein riesiges Loch und das leuchtende Blau des Himmels. Und diese Lücke füllte ein Band aus Farben eines gigantischen Regenbogens, der diese Erde mit dem Himmel verband. Und dieser Regenbogen, der war für mich. Zeus schickte den herunter als Wiedergutmachung für all den Schlamassel, den er mir eingebrockt hat. Und noch jemand anderes dachte da an mich, ich konnte das spüren, ganz deutlich. Und das spürt man nur, wenn die Seele komplett blank liegt, und dazu bedarf es einer gewissen Portion des Leids, wie man es in genau so einer Phase eines Marathons erfährt.

Ehrfurchtsvoll tauchte es vor mir auf mit seinen langen Flügeln, die mich aufnahmen wie ein Kind, das getrötet werden wollte. Ich werde diesen Moment niemals vergessen

Ich beschloss, nicht mehr auf die Uhr zu sehen, mich stattdessen vom Jubel der Menschen treiben zu lassen, die immer lauter wurden, je näher man in die Stadt vorrückte. Mein Magen schmerzte, mir war schlecht, meine Beine waren schwer, doch ich ignorierte all das. Bis zur nächsten Kurve könnte ich ja laufen und dann mal sehen, wie weit es bis zur übernächsten wäre. Und so ging es vorwärts, Schritt für Schritt, und irgendwann war sie da, die letzte Kurve. Steil nach links fiel diese hinab. In dieser Kurve stand ich letztens Jahr und jubelte den Läufern zu, um sie die letzten Meter hinunter zu schicken ins antike Stadion, wo die ersten olympischen Spiele dieser Welt stattgefunden haben. Nun lief ich selbst und plötzlich wollte ich nicht mehr, dass es vorbei war. Und in diesem Moment wurde mir klar, warum ich lief, warum ich mich wochenlang abrackerte für diesen Lauf. Möchtest du wissen, warum? Weil es mich lebendig macht, ich mich am Leben fühle. Während all der Läufe, all den zurückgelegten Kilometern, war ich auf innigste Weise mit dieser Welt verbunden, frei von jeder Ablenkung, vom Konsum und dem ganzen Scheiß, der unseren Blick verschleiert. Beim Laufen fühlte ich mich verbunden mit dem Universum, spürte mich als kleinen, vergänglichen Teil darin. Ich dachte an den Weg, der hinter mir lag und jene Herausforderungen, die kommen würden. Ich dachte an jene, die ich verloren habe und eine Lücke in mein Leben rissen, ich konnte ihre Stimmen hören. Kleine Problemchen verloren an Bedeutung, spielten keine Rolle mehr. Mein Geist war völlig frei, glasklar. Und ich verstand nun die Tarahumara, für die das Laufen eine Verbindung der irdischen Welt mit dem Universum darstellt.

“Ehrfurchtsvoll tauchte es vor mir auf mit seinen langen Flügeln, die mich aufnahmen wie ein Kind, das getröstet werden wollte.” Bild: MaSan

Ich hob die Faust in die Luft, lachte, freute mich, und hunderte Zuschauer jubelten mir zu. Und dann schwebte ich hinunter ins Panathenische Stadion. Ehrfurchtsvoll tauchte es vor mir auf mit seinen langen Flügeln, die mich aufnahmen wie ein Kind, das getröstet werden wollte, das heim kommt. Ich glaube nicht, dass ich diesen Moment jemals vergessen werde. Ich setzte meinen ersten Schritt auf die schwarze Tartanbahn, vor der aus die marmornen Stufen in die Höhe stiegen. Und dann stand ich im Ziel und ich habe keine Ahnung, was mir in diesem Moment im Kopf vorging. Jemand hängte mir eine Medaille um den Hals, ein Läufer neben mir schrie, was die Kehle hergab. Humpelt bahnten wir uns unseren Weg weiter, hinaus aus dem Stadion. Und dann brach ich regelrecht zusammen, meine Kräfte entströmten meinem Körper. Mit letzter Kraft setzte ich mich zu den hunderten Läufern, die überall herumlagen. Ich legte mich auf die Seite, schloss, die Augen. Als ich diese wieder öffnete, sah ich in die Augen eines Läufers. Nur mit Blicken fragte er mich, ob alles in Ordnung sei. Mit minimaler Mimik antwortete ich: „Ja, geht schon.“ Wir beide lächelten. Und dort lag ich dann, eine halbe Ewigkeit, zu Tode erschöpft, doch im Bewusstsein, etwas Großes, etwas wirklich Großes vollbracht zu haben. In diesem Moment saß ich auf dem Gipfel des Everest und blickte hinunter auf die weite, weite Welt.

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Weitere Artikel aus meiner Feder über den schönsten Sport der Welt:

Weitere Artikel findet du auf meiner Unterseite Running.

MaSan
Ma San

3 Gedanken zu „Mein Weg nach Athen – eine Marathon-Geschichte

  1. Hallo lieber Ma San, deine Geschichte ist ein Traum, du hast mich zutiefst in meinem Herzen getroffen, den genauso denke und sehe ich es auch. Du hast mich auf eine wunderbare Reise mitgenommen, worüber ich mit nur ganz wenigen Menschen sprechen kann und die mich verstehen. Für mich hast du einen ganz großen Weg des Lebens gemacht und deine emotionale Intelligenz ist großartig. Hier spricht ein reines Herz ohne EGO. Danke für dein SOSEIN und deine traumhafte Geschichte, darüber kannst echt ein Buch schreiben, ich würde es sofort kaufen. Wie weit du doch bist, du bist für die Menschheit eine Bereicherung und ein Friedensstifter, die wir jetzt in dieser Zeit immer mehr brauchen. DANKE für die Veröffentlichung deiner Gedanken!!

    1. Liebe Karin,
      ich danke dir herzlich für die Aufmerksamkeit und Zeit, die du meinen Zeilen geschenkt hast. In Zeiten, die sich immer mehr auf das schnelle Bild konzentrieren, ist das keine Selbstverständlichkeit! Für einen Schreiber gibt es nichts Schöneres, als der Vorstellung, die man im Kopf hat, mit geschriebenem Wort gerecht zu werden und dies dem Leser zu vermitteln. Und beim Laufen – das wissen wir Läufer – tauchen wir mit unseren Gedanken manchmal in ein ganzes Universum ein, das irgendwie nur schwer fassbar ist. Deshalb tut es ungemein gut, sich verstanden zu fühlen… zu wissen, dass es andere Menschen gibt, die ähnlich empfinden.

      Liebe Grüße, und schau mal wieder vorbei (-;

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