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VIBRAM FIVE FINGERS V-RUN – DER Barfußlaufschuh?

Ma San Blog Marathon

Wer sich als Läufer mit dem Thema Barfußlaufen auseinandersetzt, der hat meistens schon viel erlebt und ist auf der Suche nach etwas. Allein dafür, dass du an diesem Punkt stehst, herzlichen Glückwunsch! Ich erinnere mich daran, als ich selbst dort stand, an dieser Stelle, dessen Erreichen mit so vorkam wie das Erklimmen eines mühsamen Gipfels bei richtigem Scheißwetter. Doch dann steht man oben und hat auf einmal diese krasse Aussicht. Von nun an ändert sich dein Leben, also dein läuferisches Leben. Wenn es nicht schon soweit ist, wird es nicht mehr lange dauern, und du wirst Vorfußläufer sein und damit einer gewissen Minderheit angehören, die etwas weiß, was andere nicht wissen.

Bei den Five Fingers möchte ich mit der Geschichte beginnen, die so ungewöhnlich ist wie dieser Schuh selbst. VIBRAM ist eine italienische Firma, was ungewöhnlich ist in der Laufschuhwelt. Vielleicht war das alles auch gar nicht so gedacht. Wahrscheinlich? Okay, definitiv nicht! Nun, infolge einer von schlechten Schuhen verursachten Bergsteiger-Tragödie entwickelte Vitale Bramani (VItale BRAMani) in Zusammenarbeit mit dem Reifenproduzenten Pirelli eine neuartige Sohle aus Gummi für schwerstes Terrain. Über den Motorsport wurde das Material zunächst als Bestandteil für firmenfremde Schuhe eingesetzt. Die Glove-Reihe von Merrell beispielsweise verwendet VIBRAM-Sohlen. Nach der Jahrtausendwende brachte VIBRAM dann einen ganz eigenen Schuh auf den Markt – die FIVE FINGERS. Charakteristisch sind die separaten Zehenkammern und deren Träger galten jahrelang als sonderbare Freaks ähnlich jenen, die im Bioladen einkaufen gingen. Die Zeiten ändern sich allerdings sehr schnell, und so wie heute jeder im Bioladen einkauft, so erklimmt die NATURAL-RUNNING-BEWEGUNG den Gipfel der Aufmerksamkeit und die FIVE FINGERS sind ganz vorne dabei.

Warum zur Hölle sollte man so was tragen?
Natural Running macht in jeglicher Hinsicht sehr viel Sinn. Ich mach das mal kurz jetzt: Wer viel läuft, und das machen immer mehr Menschen, dem tut irgendwann irgend ein Knie sehr weh. Warum? Der Laufstil ist verkehrt! Warum das? Weil man die verkehrten Schuhe trägt, was den natürlichen Laufstil beeinflusst. Und wenn man nun mal so läuft, wie man es nicht tun sollte, ja dann wird man irgendwann zum Stopp gezwungen. Man hört sich um, liest ein bisschen was, und dann hört man mit dem Laufen auf oder aber, wenn man es liebt, geht in die Materie. Tut man das, kommt man irgendwann zum Thema Laufstil, und das wiederum hat etwas mit NATURAL RUNNING zu tun. Läuft man barfuß, wandert der Auftritt von der Ferse in den Vorfußbereich, das Abrollverhalten ändert sich von vorne nach hinten statt umgekehrt, die Trittfrequenz steigt immens und der Gang wird aufrecht. Die Wadenmuskulatur wird extrem gestärkt und fungiert wie eine Sprungfeder, und… du läufst schneller als je zuvor.

Warum nicht gleich ganz barfuß?
Nun gibt es die NATURAL RUNNING Fraktion, die ohne alles läuft, also barfuß. Die machen aus dem Thema eine Art Religion und lichten nach ihren Läufen gerne ihre zerfurchten Füße ab. Kann man so machen, an mir geht das komplett vorbei! Warum? Es spielt für mich keine Rolle, was ich am Fuß trage. Ich möchte laufen wie barfuß, weil es gut für mich ist, mich besser macht und mir Verletzungen erspart, aber eben nicht schutzlos. So sehen das übrigens die Tarahumara in Mexiko und diverse afrikanische Stämme auch, also die Inspirationsquellen. Die laufen nicht barfuß herum, sondern tragen Sandalen, in denen sie auch rennen. Komplett barfuß zu laufen ist meines Erachtens also sinnfrei, wenn ich einen Schuh haben kann, der mich schützt, aber so reduziert ist, als wäre ich barfuß unterwegs.

Warum die FIVE FINGERS?
Ich kenne derzeit vier Barfußlaufschuhe, die für mich interessant sind und unterm Strich alle das gleiche machen:

  • Die Luna Sandels von Barfuß Ted (Born to Run Held)
  • Selbst gebastelte Huarache-Rennsandalen der Tarahumara
  • Merell Vapor Gloves
  • VIBRAM FIVE FINGERS

Ich selbst habe mir von dem Buch BORN TO RUN inspiriert selbst Huaraches gebastelt, die du im folgenden Bild sehen kannst. Hier zeige ich dir zudem, wie du dir die Teile selbst basteln kannst.

Huaraches

Ich liebe meine Huaraches, das ganze Gefühl darin. Dieses Reduzierte und ja, das Radikale. In Huaraches zu laufen hat aber auch einen negativen Aspekt. Es entsteht Reibung, vor allem bei Regen, und durch die Reibung wiederum Blasen und Schürfungen. Deswegen habe ich mich nach mehr Komfort umgesehen und die Qual der Wahl besteht aus meiner Sicht aus den FIVE FINGERS und den MERRELL VAPOR GLOVES. Und seitdem bin ich mit meinen Five Fingers unterwegs und liebe sie. Sie sind nicht ganz so pur wie meine Huaraches, die ich für kurze Hausrunden weiterhin tragen werde, machen aber dasselbe und sind wunderbar komfortabel. Sie spenden Wärme bei Kälte, man kann sie mit Socken tragen und sie sind anschmiegsam wo sie es sein sollten.

Fakten und Zahlen

  • Typ: Barfuß-Laufschuh
  • Gewicht: Extrem leicht (136 Gramm)
  • Sprengung: gar keine (0 mm)
  • Dämpfung: Gar keine. Diese soll rein durch den Fuß selbst erfolgen bzw. der richtige Laufstil dadurch erlernt werden
  • Sohle: Sehr dünn, was das Erfühlen jedes Untergrundes ermöglicht
  • Einsatz: Bahn, Straße, Feld- Waldwege
  • Material: Perforiertes Obermaterial
  • Komfort: Durch das Obermaterial sehr atmungsaktiv, damit schnell trocknend und komfortabel
  • Läufertyp: Toller Laufschuh für alle jene, die am Übergang vom traditionellen zum minimalistischen Schuh interessiert sind und das Barfuß-Gefühl erleben wollen

Hat dir der Artikel gefallen? Dann schreib mir doch einen Kommentar, über den ich mich riesig freuen würde!

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MaSan
Ma San

12 Gedanken zu „VIBRAM FIVE FINGERS V-RUN – DER Barfußlaufschuh?

  1. Hi Martin,
    ein schöner und fundierter Artikel. Als “toleranter” und routinierter Fivefingersläufer kann ich auch nur sagen, ich liebe es darin zu laufen, jedes Tempo, jede Distanz, und mir ist es schnuppe mit was andere laufen. Allerdings bin ich auch ausgesprochen gerne mal komplett barfuß unterwegs, es macht mir einfach ein Riesenspaß schnell und wendig zu rennen.
    Anmerken möchte ich, insbesondere für interessierte Neulinge im Minimalbereich: fangt langsam an, richtig langsam, lasst euch Zeit. Sehr sehr langsam Distanz/Umfang steigern, sonst wird es schmerzhaft und frustrierend. Die Umstellung der Sehnen, Muskeln, Knochen auf Mittel-/Vorfußlaufen braucht mehr Zeit als man glaubt.

    1. Hi Oliver,

      also ich bin wirklich mehr als begeistert. Wie gesagt war und bin ich ja oft mit Huaraches unterwegs gewesen und werde das auch weiterhin machen. Negativ daran ist, dass sich Blasen und Schürfungen nicht vermeiden lassen, weswegen ich diese noch nie für Strecken über 15K trug. Mit den Five Fingers ist nun locker ein Halbmarathon und mehr drin. Das Laufgefühl ist nicht so ganz unmittelbar, also nicht ganz so pur wie in den Huaraches, aber hey… reduziert genug allemal, um dem natürlichen Laufstil gerecht zu werden. Und letztlich kommt es mir ja genau darauf an! Liebe Grüße

  2. Hallo Martin,
    ich laufe inzwischen am dritten und vierten Paar FiveFingers V-Run (eines steht zuhause, eines im Büro). Die V-Runs haben den Vorzug, dass sie ein bisschen Grip an der Sohle haben und nicht völlig glatt sind, das kompensiert insbesondere im Matsch, dass man nicht direkt auf der Haut spürt, wenn’s zu rutschen anfängt.
    Meine ersten FiveFingers habe ich kaputtgeliebt, ich habe ein Zwei-Euro-Stück großes Loch hineingelaufen, die zweiten habe ich knapp vor dem Loch in der Sohle entsorgt. Zur Zeit machen die FiveFingers etwa ein Fünftel meiner Laufstrecken aus, angestrebt ist eher ein Viertel oder mehr.
    Ich kann nur bestätigen, dass FiveFingers stilbildend sind, sie helfen, einen guten Laufstil als hochfrequenter Vorfußläufer zu etablieren, ohne dass man sich mit Scherben in und nahe der Zivilisation und all den natürlichen Belastungen der Fußsohle weiter weg von der Zivilisation befassen muss.
    Mich haben FiveFingers verletzungsresistenter und schneller gemacht – und ich laufe auch lange Strecken darauf. Insofern kann ich nur bestätigen, was Du schreibst. Vor Huaraches und ähnlichen noch minimalistischeren Schuhen hatte ich immer das Grauen, weil ich mir schonmal mit Flipflops echt üble Schürfungen zwischen großer und langer Zehe eingefangen habe. Da sind natürlich die FiveFingers mit stabilerer Anschmiegsamkeit ein enormer Fortschritt 🙂
    Viele liebe Grüße
    Talianna

    1. Liebe Talianna,

      die Five Fingers nehmen ähnlich wie bei dir etwa 25 Prozent des Trainings ein und ersetzen meine Huaraches gänzlich im Winter. Sie sind wie du schon sagst stilbildend und ich meinerseits muss auch sagen, dass mein Stil unsauber wird, wenn ich zu viel in anderen Schuhen laufe, was hin- und wieder vorkommt. Zu viel geht aber auch nicht und bei langen Läufen verzichte ich zuweilen gänzlich auf die Five Fingers und greife auf Minimalschuhe zurück. Schlicht und einfach aus dem Grund, weil ich den Lauf nicht durch eine Wechselphase unterbrechen will. Einen Schuh, den ich dafür liebe, ist der Brooks Pure Flow. Sprengung 4mm, flexible Sohle, aber doch etwas Unterstützung, perfekt für mich! Leider hat Brooks scheinbar die Produktion eingestellt, weil wohl nicht genug nachgefragt. Ich habe mir deshalb ein Frauenmodell gekauft, das letzte das ich kriegen konnte und mir passt. Ich habe schon Angst wenn die runter sind, dass es nichts mehr ähnliches gibt. Ansonsten trage ich auch den Kinvara, der sich ja hinsichtlich Sprengung auch einem Minimalschuh annähert. Der hat aber keine flexible Sohle und ich kann keine langen Strecken darin laufe, es geht einfach nicht. Ich fände es toll, wenn es eine größere Auswahl an Schuhe gäbe, die bis max. 4mm Sprengung an das Barfußlaufen anspielen, aber dennoch unterstützen. Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich?

      Grüße
      Martin

      1. Hallo Martin,
        sehr lange Strecken laufe ich auch eher auf anderen Schuhen als den FiveFingers. Mit Brooks komme ich nur eingeschränkt klar, weil ich recht breite Zehen und eine stark gerade nach vorne stehende Großzehe habe – da muss ich entweder den Schuh zu groß für richtigen Halt kaufen oder kriege blaue Großzehennägel.
        Mir persönlich sind da die Altra Escalante und für minimalistischere Aspekte die Altra Escalante Racer recht nahe. In wie weit die dann aber mit dem Brooks Pure Flow in Konkurrenz treten können, weiß ich nicht, da ich den Schuh noch nicht gelaufen bin. Die Altras sind schon ein bisschen gedämpft (die Racer weniger), allerdings sind die mit sehr großzügiger Zehenbox und Null Sprengung doch ziemlich nahe an dem, nach was es mir normalerweise abseits der FiveFingers gelüstet. So richtig flexibel wie beim FiveFinger ist die Sohle allerdings nicht…
        Wenn Du die Gelegenheit hast, einen Escalante Racer mal im Laden zu probieren, wäre ich neugierig, ob er das erfüllt, was Du gerne haben möchtest, oder eher nicht. Zumindest das, was beim Brooks Pure Flow “Toe Flex” ist, hat der Altra nicht.
        Einen besseren Tipp habe ich im Moment leider nicht.
        Viele Grüße
        Talianna

        1. Besten Dank, werde ich definitiv testen! Tatsächlich 0 Sprengung, muss ich auf jeden Fall testen (-; Was ich zu den Huaraches noch sagen wollte: Ich habe den Eindruck, dass immer mehr Läufer darin laufen und kann eine Sache entkräften: Aus meiner Sicht kommt es zu keinen Schürfungen oberhalb des Fußes. Wenn du die richtig baust, passiert da nichts und du kannst zu getrost auf die Tarahumara vertrauen: Die wissen wirklich, was sie machen! Unterhalb des Fußes sieht es da aber anders aus. Läufst du zu schnell, kommt es schnell zu Blasenbildung, insbesondere bei Nässe. Das stellt sich erst ein, wenn man Hornhaut bildet und die Frage ist, ob man das möchte, also eine sehr berechtigte Frage. Alterativ könnte man die Luna Sandals testen. Ich weiß nicht warum, aber in Huaraches läuft es sich gänzlich anders als in Five Fingers… Ich denke sie tun dasselbe, aber das Gefühl ist dennoch ein anderes…

          Liebe Grüße aus B!

          1. Hallo Martin,
            mein Problem war meist der Bereich zwischen großer und langer Zehe. Naja, vielleicht probiere ich es mal. Im Moment sind die Optimierungen eher im Radfahr- und Inline-Skate-Bereich am Start, mit dem Laufen bin ich derzeit recht glücklich, wie es ist. Vor allem, dass ich den Saucony- Peregrine durch einen Altra Lone Peak 5 als Trailschuh ersetzt habe, gibt mir echt Boost bei den wöchentlichen Runs auf den Mahlberg. Ich spitze derzeit drauf, den Lone Peak All-Wthr als Wanderschuh zu beschaffen – Zehenfreiheit und Null Sprengung beim Trailen und Wandern würden in mein Gesamtkonzept passen. Ob, wenn unsere Bahn wieder offen ist, vielleicht noch ein Bahnschuh her muss, da bin ich mir noch nicht sicher.
            Aber ansonsten sind im Moment eher Leistungsmesserkurbeln, Innenlager, Ketten meine Gear-Upgrades – und an 125mm-Rollen-Skates mit wechselbarem Schuh und einem Versuch mit halbschuh-artigen Speed-Skating-Schuhen trage ich mich auch schwanger. Außerdem muss eine Schwimmbrille her…
            Naja, die Lauf-Optimierungsphase kommt auch wieder stärker, wenn das Rennrad mal Leistungmessung kann und einmal voll durchgewartet ist – und Schwimmen und Skaten mal richtig laufen.
            Viele Grüße aus den Rheintropen
            Talianna

  3. Tolle Seite, mich hat nach Born to run auch das Lauffieber gepackt. Habe mit dem Kinvara 12 einen passenden Schuh für den Einstieg in den Mittel-/Vorderfusslauf gefunden. Ich laufe ohne Trainingsplan und -uhr um den Spaß nicht zu verlieren. Einzig bei der Regeneration bin ich als Anfänger überfragt…

    Sollte ich immer ein Tag Pause machen zwischen den Läufen oder gehen auch mehrere Tage hintereinander Training? Wäre dankbar für einen Tipp! LG

    1. Hallo Martin,

      folgende Tipps gebe ich dir gerne:

      – Der passive Bewegungsapparat benötigt die meiste Regeneration (Sehnen, Gelenke, Knochen), die Muskeln passen sich dagegen schneller schneller an. Deshalb wartet man auf das schwächste Glied in der Kette
      – So lange die Beine schmerzen, kein Tempo
      – Nach einem langen Lauf erholt sich das Glykogendepot nach ca. drei Tagen
      – Der Wasserhaushalt ist nach wenigen Stunden ausgeglichen
      – Ein- und Auslaufen (aktive Erholung mit guter Durchblutung und sanfter Belastung)
      – Wasser,- Elektrolyt- und Energievorräte auffüllen (z.B. Apfelschorle, kein Gedöns! Damit wird der Abbau von Eiweißen gebremst)
      – Muskelglykogenspeicher auffüllen (Banane, bis 1 Stunde nach dem Lauf)
      – Warmes Wannenbad nach langen Läufen (Durchblutung)
      – Dehnen, und zwar nach der Einheit (“Runner’s Five”, langsam rein dehnen, Dehnung lange halten. Ib Buch Eat & Run beschreibt Scott Jurek das sehr gut)
      – Nach einem Wettkampf Foster-Regel anwenden: Halbe Zahl an Tagen regenerieren, wie die Strecke lang ist
      – Intensität und Umfang nie sprunghaft steigern
      – Nicht zu schnell laufen (häufigster Fehler)

      Was heißt das jetzt alles? Versuche dein System ausgeruht an den Start zu bringen. Grundregel: One Day hard, One Day easy (Zitat Steffny)! Auf einen Belastungstag folgt ein Tag ohne Sport oder ein langsamer Lauf bzw. Alternativtraining. Nicht zweimal hintereinander gleiche (gleichhohe) Belastung ausüben…

      Ich hoffe ich konnte helfen. Ich empfehle dir Steffnys’ “Das große Laufbuch”, das hat massiv Input!

      Gruß
      Martin

      1. Hallo Martin,
        um noch etwas einzuwerfen: Als Faustregel für “nicht sprunghaft steigern” wäre die 10%-Regel noch zu nennen. Man sollte Woche für Woche den Umfang nicht mehr als 10% steigern (und das auch nicht konstant über lange Zeit). Aber auch das findet sich bei Steffny, wie Martin schreibt.
        Noch eine kleine Besserwisser-Ergänzung: Sehnen, Knorpel und Gelenkkapseln, also der “passive” Bewegungsapparat, sind nicht nur am langsamsten in der Anpassung an die Belastung, sondern insbesondere Sehnen haben auch die geringste Redundanz, sind also weniger tolerant gegen zu schnelle Steigerung der wirkenden Kräfte und der Häufigkeit der Wechselbelastung als z.B. das Herz-Kreislauf-System, die Muskeln und die Knochen. Daher ist die behutsame Steigerung und ausreichende Regeneration insbesondere für diesen Teil des Bewegungsapparats wichtig – schlimmer noch: Knorpel werden nur durch Wechselbelastung mit Nährstoffen versorgt (ausgepresst und saugen sich wieder voll), da sie nicht durchblutet sind – sie brauchen Bewegung und regenerieren daher sehr langsam, wenn Du sie wegen Überbelastung stilllegen musst.
        Viele Grüße von Frau Klugsch****
        Talianna

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