Das ist so gar nicht mein Wetter

Im Moment beklagen sich ja viele über das Wetter und sagen Dinge wie: „Das ist so gar nicht mein Wetter“ oder „Hoffentlich regnet es mal heute Abend und kühlt ab“ oder „Hoffentlich wird es nächstes Jahr nicht auch so heiß!”. Wenn ich dann zu einer Antwort aufgefordert werde, dann sage ich mittlerweile das, was ich denke: „Hey, das ist erst der Anfang!” und denke mir dabei:

“Wie kommst du auf die Idee, dass es nächstes Jahr besser sein könnte? Verdammt – die Gletscher schmelzen, die Wälder brennen, die Flüsse erreichen die Meer nicht mehr oder trocknen ganz aus, Menschen hungern und flüchten. Wie kommst du also zu deiner von Hoffnung geprägten Annahme?” 

Solange wir, solange ich, solange du, solange jeder von uns so weiter macht wie jetzt, wird es noch viel, viel schlimmer und die Hitze jetzt wird uns in fünf Jahren wie ein milder Sommer vorkommen, weil es noch krasser werden wird! Soll ich also sagen: „Ja, es wird bestimmt wieder besser nächstes Jahr!“ Wird es nicht und ich bin es leid, Dinge schönzureden. Ich habe keinen Bock mehr! Die Leute sagen solche Dinge, während sie sich einen Kaffee mit Billigmilch von gequälten Tieren ziehen, während die Karre auf den Parkplatz  steht, auf die man hätte verzichten können, oder bevor sie in die Kantine gehen, um Fleisch zu essen, dessen Herstellung maßgeblich für die Zerstörung der Welt und ja, für den Klimawandel mitverantwortlich ist. Was denken diese Menschen eigentlich, warum sich irgendetwas ändern sollte? Was verleitet sie zur Annahme, dass es heute Abend mal wieder regnen oder es nächstes Jahr nicht so heiß sein könnte? WHAT THE FUCK – Wie kann ich erwarten, dass sich irgendetwas ändert, wenn ich selbst nichts, aber auch gar nichts dagegen unternehme in der Erwartungshaltung, dass irgendwer auf der Welt das schon löst?

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