Warum die Fridays for Future Bewegung nicht so ganz glaubwürdig ist

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Von Re-Politisierung der Jugend ist da die Rede. Gemeint sind die vielen Mitzwanziger, die mit erhobenem Zeigefinger die Welt ermahnt, schonungsvoller mit unserer Umwelt umzugehen. Dabei trägt kurioserweise genau diese Generation durch exzessives Reiseverhalten zur Zerstörung dieser Welt in erheblichem Maße bei. Aus diesem Grund ist unterm Strich der gesamte Auftritt unglaubwürdig.

Laut Tourismusanalyse 2019 verreisten noch niemals zuvor so viele Menschen. 61% der Altersgruppe von 14-34 Jahren, worunter sich die Fridays for Future Bewegung prinzipiell eingruppieren lässt, verreiste im Jahr 2018, Tendenz stark steigend.  Man muss eigentlich noch nicht einmal gut rechnen können, um allein schon intuitiv zu erahnen, welch drastische Folgen ein solches Verhalten für die Umwelt hat.

Bei einem einzigen Interkontinentalflug fallen pro Passagier gute vier Tonnen CO² an. Um allein diesen Flug zu kompensieren für eine einzige Person, müssten 320 Bäume gepflanzt werden (ein durchschnittlicher Inder setzt im Übrigen im ganzen Jahr gerade mal zwei Tonnen CO² frei, nur mal so nebenbei). Natürlich bleibt es aber nicht bei einem Flug, ist diese Generation doch bekannt dafür, permanent durch die Welt zu bummeln. Städtetrip dahin, Städtetrip dorthin, Thailand im Winter, USA im Sommer, und immer so billig wie möglich. Generation Easy Jet eben! Greta Soundso, jenes junges Mädchen, die im Prinzip die Fridays for Future Bewegung ins Leben rief, mag gewiss eine Ausnahme sein, jedoch pflegen viele, ja sehr viele ihrer Altersgenossen ein geradezu exzessives Reiseverhalten.

Überspitzt wirkt das auf mich in etwa so, als würde ein SUV-Fahrer bei laufendem Motor für mehr Umweltschutz demonstrieren, und das ist halt nicht soooo ganz glaubwürdig. Glaubwürdiger sind auf mich dann doch jene junge Menschen wie beispielsweise ein gewisser Boyan Slat (siehe Link unten), der das Thema Plastikverschmutzung in dem Meeren wirklich beeindruckend selbst in die Hand nimmt, selbst etwas unternimmt, statt mit einem Schild herumzufuchteln, auf dem steht:

“Jemand müsste da mal was machen!”

Es ist gut und richtig, auf diesen eklatanten Umgang mit unserer Umwelt hinzuweisen, jedoch sollte man, bevor man mit dem Finger auf andere zeigt, bei sich selbst beginnen.

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