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Kroatien: Primošten, ein noch wenig bekanntes Juwel an der Adria

Kommt man aus der Richtung Trogir/Split, ist der Blick auf Primošten spektakulär: Orangene Dächer, blaues Meer, weiße Strände – es ist die idyllisch typische mitteldalmatinische Stadt. Primošten ist ganz sicher einer der schönsten Orte an der Adriaküste. Die einzigartige Lage, paradiesische Strände, die naheliegenden Natianalparks Kornati sowie Krka, aber in besonderem Maße die Gastfreundschaft der dort lebenden Menschen machen den Ort zu dem, was er ist, nämlich zu einer der schönsten Urlaubsdestinationen Kroatiens. Die zwischen den Städten Sibenik und Trogir liegende Kleinstadt mutet wirklich malerisch und imposant an. Das liegt vor allem an den Charakter einer Insel, die Primošten tatsächlich war, bevor man den Ort mit dem Festland verbunden hat. Einst dominiert von kleinen Fischerfamilien, haben sich die Zeiten zwar geändert. Dennoch fand der Massentourismus nie Anklang, so dass Kultur und Authentizität bewahrt und behütet werden konnten.

Geschichte und Charakter
Primošten geht auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück. Ursprünglich war es wie gesagt eine Insel, die mit dem Festland durch eine große Holzbrücke verbunden war, die im Falle einer feindlichen Invasion (die Türken bedrohten damals die ganze Region) angehoben werden konnte. Später wurde die Brücke durch einen Erdwall ersetzt und die Insel war fortan eine Halbinsel. Labyrinthische Gassen durchziehen die Altstadt entlang weiß getünchter dalmatischer Steinhäuser mit Terrakotta-Dächern und liebevoll gestalteten Hinterhöfen bis hinauf zur über der Stadt thronenden Kirche Sv. Juraj. Abends ändert sich die Atmosphäre schlagartig, wenn das klimpernde Geschirr der Restaurants und Tavernen die Menschen auf die Straße zieht, die bei dalmatinischen Köstlichkeiten und einem Gläschen Wein den Tag ausklingen lassen. Romantisch spazieren lässt es sich entlang der um die Altstadt führenden Uferpromenade, an der, je später es wird, eine Bar nach der anderen die Nachtschwärmer anzieht.

Primošten ist ein ruhiges Städtchen, dessen Hauptindustrie der Tourismus ist. Tagesausflügler kommen meist von Šibenik oder Trogir, besichtigen die Kirche St. Juraj, liegen an den weißen Kieselstränden und genießen das Leben in den Restaurants und Cafés entlang der Küste. Für jene, die es ruhiger und entspannter mögen, ist Primošten aber ein Ort, um zu bleiben. Eine Basis, von der man bei Bedarf in die nahegelegenen Städte Krka, Trogir, Šibenik, Split, Drnis und Knin innerhalb einer Stunde ausschwärmen kann, insofern man das überhaupt möchte. Aber zu wissen, dass man es könnte, wenn man will, reicht ja meistens schon.

Neben der im Jahr 1485 erbauten Kirche Sv. Juraj gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten. Das sich am Anfang der Altstadt befindende Stadttor zum Beispiel, das nach dem Anschluss an das Festland anstelle der alten Zugbrücke errichtet wurde. Auch die Kirche Sv. Rok aus dem 17. Jahrhundert ist einen Besuch wert, ebenso die Kapelle Gospa od Porta aus dem 18. Jahrhundert am Anfang der Hafenzufahrt. Dann sind da die im ganzen Adriagebiet einzigartigen Weingärten von Bucavac Veliki ein paar Kilometer südlich. Dort, in von Mauern umgebenen Feldern, wird sie angebaut, die indogene Rebsorte Babic. Auf der Halbinsel Kremik, ebenfalls südlich von Primosten, liegt ein herrlicher Aussichtspunkt, der einen Besuch ebenso überaus wert ist. Im Prinzip ist die ganze, von üppigen und dichten Wäldern geprägte Küstenlinie ein potentielles Ausflugsziel. Die größte Attraktion aber, das sind die Strände.

Die Strände 
Wie ein Großteil Kroatiens, so ist ist auch Primošten von schimmerndem, kristallklarem, smaragdblauem Wasser umgeben. Auf Badeurlauber warten wunderschöne Kieselstrände, Felsstrandabschnitte und etwas außerhalb auch entspannende ruhige Buchten mit goldenem Sand. Primošten wird auch gerne als das trockene Kap bezeichnet, was an den geringen Niederschlägen liegt, was dazu beiträgt, dass die Stadt ein echtes Badeparadies ist. Die Strände erstrecken sich rund um die Altstadt, die von kristallklarem Wasser angespült werden. Während die Kieselstrände Velika und Mala Ruduca Familien mit Kindern anziehen, sind der natürliche und von Felsen dominierte Strand Garbina oder der von vom kleinen Hafen geprägte Strand Varos tolle Alternativen. Der Strand bei der Bucht Porat  ist vor allem bei den Einheimischen beliebt. Von hier aus hat man die besten Sicht auf Primošten.

Praktische Informationen

  • Auto. Die Anreise mit dem Auto ist einfach, wenn man der Küstenstraße E65 folgt (manchmal auch als 8 bezeichnet). Wir haben eine Stunde gebraucht, um von Split nach Primošten zu kommen. Lohnenswerte Zwischenstopps auf dieser Strecke: Trogir und Šibenik (das etwa 30 Minuten von Primošten entfernt ist)
  • Bus. Die gleiche Strecke kann man auch mit dem Bus zurücklegen. Aus Split, Trogir und Šibenik fahren häufig Busse nach Primošten.
  • Unterkunft. Primošten ist ein großartiger Ort für einen sehr entspannten Strandurlaub und es gibt viele Apartments und Häuser im Ort

Fazit
Primošten ist ein echtes Juwel. Ein Ort, der irgendwie wie ein kleineres Rovinj anmutet und in jedem Fall einer, an den man sich immer gerne erinnert. So mancher möchte auch gerne bleiben und für diejenigen bietet mein Kooperationspartner für diesen Artikel die Möglichkeit, eine Wohnung zu kaufen oder sich eine große Auswahl an schönen Villen anzusehen. (WERBELINKS!)

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