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Mission Baden Marathon #7: Training im Urlaub – irgendwie

Urlaub mit zwei Kindern, Camping, Hitze, Strand, Ausflüge und zwischendrin noch Marathonvorbereitung. Klingt nach einem ziemlich guten Plan. Also zumindest auf dem Papier.

In der Realität stand Sport im Albanien-Urlaub ziemlich eindeutig auf Platz 2. Und das war auch völlig in Ordnung so.

Die Mission für die zwei Wochen war deshalb nicht, einen perfekten Trainingsblock hinzulegen. Keine 100-Kilometer-Woche, keine penibel geplanten Intervalle und schon gar nicht der Versuch, morgens um sechs einen 35-Kilometer-Longrun durchzuziehen, während der Rest der Familie noch schläft. Hatte ich schon so – und möchte das nicht mehr so!

Das Ziel war deutlich einfacher: Form nicht verlieren.

Und dafür sind dann immerhin elf Läufe und rund 120 Kilometer zusammengekommen. Für einen Familienurlaub gar nicht so schlecht.

Laufen zwischen Strand und Familienprogramm

Die Bedingungen waren dabei teilweise… sagen wir: ambitioniert. In Albanien waren Temperaturen unterwegs, bei denen man sich schon beim Herumstehen fragt, warum man eigentlich schwitzt. Dazu kamen ordentlich Höhenmeter und teilweise Trails, die mit einem normalen Lauf ungefähr so viel zu tun hatten wie ein Strandurlaub mit einem Trainingslager. Ein paar Läufe waren deshalb eher Bergwandern mit gelegentlichen Laufabschnitten. Aber genau das war eigentlich ziemlich perfekt für die Vorbereitung auf den Baden Marathon und die kommenden Trailkilometer. Und natürlich gab es auch die anderen Läufe: morgens oder abends eine Runde, während sich irgendwo dazwischen ein Zeitfenster auftat. Nicht immer ideal. Aber eben machbar.

Auch die Longruns mussten mit

Longruns gab es ebenfalls. Nur eben nicht ganz so, wie sie in einem Trainingsplan stehen würden.

Keine 30 Kilometer am Stück bei perfekten Temperaturen, flacher Strecke und vorher sorgfältig vorbereiteten Kohlenhydratspeichern. Stattdessen wurden die längeren Läufe irgendwie in den Urlaub eingebaut – bei Hitze, auf teilweise ziemlich anspruchsvollen Strecken und mit dem ständigen Gedanken im Hinterkopf, dass man eigentlich auch noch etwas mit der Familie unternehmen wollte. Aber genau darum ging es.

Nicht perfekt trainieren. Sondern trainieren, obwohl das Leben gerade etwas anderes vorhat.

Und selbst der lange Lauf zurück in Deutschland fühlte sich dann eher wie eine Prüfung an. 16,8 Kilometer bei ziemlich mäßiger Begeisterung und schweren Beinen. Aber auch den habe ich gemacht.

Marathon Pace? Ja. Irgendwie.

Ein paar Kilometer im Marathon-Tempo waren ebenfalls dabei. Nicht als großes „Heute wird die Form getestet“-Training, sondern eher als Erinnerung an den Körper: Hallo, wir wollen in ein paar Wochen noch einen Marathon laufen.

Die schnellen Einheiten waren dabei deutlich kontrollierter als in früheren Trainingsphasen. Kein heroisches Intervallgeballer. Kein Training, nach dem man sich fragt, warum man sich das eigentlich antut.

Das Wichtigste war ohnehin etwas anderes: die Belastung trotz Urlaub aufrechtzuerhalten.

Und natürlich: Fueling

Ein Punkt, den ich inzwischen fast wichtiger finde als die Frage, ob ein Lauf nun 18 oder 22 Kilometer lang ist: das Fueling.

Auch im Urlaub habe ich deshalb weiter ausprobiert, was beim Marathon später funktionieren soll. Kohlenhydrate aufnehmen, trinken, den Magen beschäftigen und vor allem herausfinden, was bei längeren Läufen funktioniert, ohne dass der Körper irgendwann sagt: Danke, aber das war’s jetzt.

Gerade bei diesen Temperaturen war das noch einmal eine ganz andere Nummer.

Was bleibt?

Unterm Strich waren es rund 120 Kilometer in elf Läufen.

Nicht der perfekte Trainingsblock. Keine klassische Marathonwoche. Keine riesigen Longruns. Aber genau darum ging es auch nicht.

Der Urlaub sollte Urlaub bleiben. Zeit mit der Familie war wichtiger als irgendeine Zahl auf COROS. Gleichzeitig wollte ich nach zwei Wochen nicht wieder bei null anfangen. Und genau das hat ganz gut funktioniert.

Familie auf Platz 1. Sport auf Platz 2.

Damit kann ich ziemlich gut leben. Die Mission Baden Marathon geht also weiter. Und jetzt darf das Training langsam wieder etwas strukturierter werden. Denn irgendwann muss aus „Form nicht verlieren“ schließlich wieder „Marathon laufen“ werden.

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