KLeiner Bericht zum Pfalz Trail 2026
Um es mit den Worten meines Lauf-Buddies zu sagen — und eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen:
„Es hätte sich nicht so hart anfühlen dürfen.“
Platz 46 über 36 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter in 3:50:04 Stunden. Bei 182 männlichen Teilnehmern reicht das für die Top 25 Prozent.
Und genau das beschreibt ziemlich gut, woran ich gerade merke: Das Metier Trail Running hat sich mir noch längst nicht vollständig erschlossen.
Im Straßenlauf bewege ich mich über 5, 10, 21 oder 42 Kilometer normalerweise eher in den vorderen 10 bis 5 Prozent eines Feldes. Deshalb fühlt sich dieses Ergebnis heute eben nicht wirklich gut an. Eher so, als wäre man froh, überhaupt irgendwie durchgekommen zu sein.
Nicht sauber.
Nicht kontrolliert.
Nicht „GEROLLT“, wie sich Laufen eigentlich anfühlen sollte.
Wenn man bedenkt, dass ich einen Marathon in 3:03 Stunden laufen kann, müsste auf dem Papier bei einem Lauf wie dem Pfalz Trail eigentlich mehr drin sein.
Okay — Marathons laufe ich nach strukturiertem Training und klaren Plänen. Für diesen Trail war das anders. Weniger Umfang, mehr Intuition, weniger spezifische Vorbereitung.
Und trotzdem hat mich das Ding härter zerlegt als gedacht.
Die Höhenmeter setzen mir brutal zu. Vor allem die steilen Passagen schießen mir die Muskulatur komplett zu. Dazu kommt der Magen, der durch das permanente Auf und Ab irgendwann nur noch rebelliert.
Ab Kilometer 25 konnte man das bei mir ehrlich gesagt kaum noch „Laufen“ nennen. Es war eher ein Dahinschleppen mit regelmäßigen Gehpausen.
Wenn man all das in die Waagschale wirft, passen Platzierung und Zeit vermutlich schon ganz gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Lauf eigentlich nur ein Appetizer war.
Denn jetzt wartet der UTMB GRAND EST. Was immer vorher war – jetzt kommt THE REAL SHIT!
Und Leute — ich bin brutal aufgeregt.
Die letzten Mails trudeln ein, in Obernai im Elsass laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und für vier Tage trifft sich dort eine internationale Trail-Community, die es über Distanzen von 10 bis 160 Kilometern richtig krachen lässt.
Allein das, was ich bislang rund um Organisation und Atmosphäre mitbekomme, lässt mich ahnen: Das könnte das beeindruckendste Laufevent meines Lebens werden.
Und ganz sicher auch das härteste. (-;
KEEP ON RUNNING, PEOPLE!
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