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Hitting the Trail and getting ready for the real shit

Viel laufe ich aktuell – rein vom Umfang her – immer noch nicht. In den letzten Wochen standen meist etwas über 30 Kilometer pro Woche auf dem Plan. Mehr geht im Moment einfach nicht, mir fehlt derzeit die Energie. Trotzdem bin ich mit meiner Fitness zufrieden. Gerade in solchen Phasen versuche ich, den Spaß in den Vordergrund zu stellen – und möglichst effizient zu trainieren.

Freitags steht weiterhin Schwimmen an, dienstags Intervall- und Tempotraining – parallel zum Leichtathletiktraining meines Sohnes, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Am Wochenende geht es dann zum Longrun auf die Trails.

Am 3. Mai wartet mit dem Pfalztrail ein Lauf direkt vor der Haustür: rund 37 Kilometer mit knapp 1.000 Höhenmetern. Für mich ist das vor allem ein Trainingslauf mit Blick auf mein Jahreshighlight zwei Wochen später – den UTMB Grand Est. Dort stehen 50 Kilometer und etwa 3.000 Höhenmeter an. Ein Rennen, das mir alles abverlangen wird.

Im vergangenen Jahr habe ich mit dem Trail du Grand Ballon ein ähnliches Kaliber bewältigt. Ich spüre heute noch, wie ich mich beim letzten Anstieg mit über 1.000 Höhenmetern den Berg hinaufgeschleppt habe – wie ein nasser Sack. Die Hoffnung ist natürlich, dass es dieses Mal besser läuft. Nach diesem Debüt bin ich auf jeden Fall ein Stück schlauer als noch vor einem Jahr.

Der UTMB wird ein echtes Highlight – nicht zuletzt, weil es um Running Stones geht und damit um die Qualifikation für den UTMB in Chamonix.

Was ich am aktuellen Training besonders schätze: Es ist deutlich intuitiver und macht mir mehr Spaß als ein klassisches Marathontraining. Jetzt im Frühling durch den Wald zu laufen, diese Landschaft zu erleben – das hat etwas Besonderes. Ich genieße jede Facette: die Anstiege, die Downhills, die Ruhe, die frische Luft.

Auch der Druck ist ein anderer. Einen Trail-Wettkampf lässt sich kaum mit einer festen Zeitvorstellung greifen, wie es beim Marathon der Fall ist. Jeder Trail ist anders, jedes Rennen entwickelt eine eigene Dynamik. Ob wenige, harte Anstiege oder viele, dafür moderatere – all das verändert den Rennverlauf grundlegend.

Es geht um Technik, um Effizienz bergauf und Kontrolle bergab. Und immer darum, sich bewusst zu machen: Das Rennen ist noch lang. Sehr lang. Im Elsass war ich letztes Jahr fast sieben Stunden unterwegs – eine Dimension, die man sich erst einmal klarmachen muss.

Trailrunning ist anders. Es fehlt diese spezifische, fast sterile Härte eines Marathons. Stattdessen geht es ums Dranbleiben, ums Weitermachen. Laufen, gehen, laufen. Ein Rhythmus, der sich ständig verändert.

Auch die Ausrüstung spielt eine zentrale Rolle. Welche Schuhe passen zu welchem Terrain? Brauche ich Stöcke – und wenn ja, wie setze ich sie sinnvoll ein? Was kommt in den Rucksack? Man merkt schnell: Das ist ein ganz eigenes Genre.

Und genau das genieße ich. Letztes Jahr ins Elsass zu fahren, das Zelt aufzuschlagen, fast wie in einem kleinen Basislager – das hatte etwas Ursprüngliches. Draußen sein, in der Natur, und dann diesen Lauf bestreiten.

Wie anders wirkt das im Vergleich zu großen Marathon-Events mit ihren Goodie Bags, Messen und dem ganzen Drumherum. Ich liebe den Marathon – als reine, athletische Herausforderung. Aber dieser zunehmende Kommerz? Der ist einfach nicht meins.

Der Trail dagegen, dieses Draußensein – ich habe das Gefühl, das ist eher meine Zukunft. Vielleicht war es das schon immer.

Nach den kommenden Rennen werde ich sehen, wo ich leistungsmäßig stehe. Ich bin jetzt schon gespannt, wie sich die vielen Höhenmeter auf kürzere Distanzen und einen möglichen Herbstmarathon auswirken.

Ein kleiner Hinweis kam schon neulich: Eine neue 10-Kilometer-Bestzeit – quasi aus dem Training heraus. Und das, obwohl der Fokus aktuell ganz klar auf dem Trail liegt.

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