Mein Laufjahr 2025 – und Ausblick auf 2026
Etwas spät vielleicht für ein 2025-Laufjahr-Review, aber was soll’s. Was war los 2025? Es gab einige Rennen, sogar ein paar tolle Platzierungen, PB’s jedoch konnte ich keine einstellen. Ist mir im Prinzip auf alle Distanzen relativ egal, auf eine aber nicht – den Marathon. Eine Sub 3 konnte ich nicht laufen und wenn ich jetzt daran denke, weiß ich auch nicht, ob ich das noch schaffe. In Köln war ich mir dessen sehr sicher, so gut war das Training. Es wurde – nichts! Aber so ist der Marathon, wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie was man kriegt. Auf die Halbmarathon-Distanz konnte ich zwei Mal – einmal sogar auf einer nicht einfachen Cross-Strecke, an die 1:22 herankommen. Das ist wirklich nicht schlecht für meine Verhältnisse, zumal ich für die 21K nie gezielt trainiert habe und diese eigentlich immer als Vorbereitung für den Marathon gelaufen bin. Im Prinzip benutze ich Kurzdistanzen als Indikator für längere Distanzen, so auf die Art: hey, du wirst vielleicht nicht schneller, aber zum Glück halt auch nicht langsamer. Auf die 5K und 10K war deshalb nix zu holen in Richtung Bestzeit, aber darauf lag auch kein Fokus. Wie dem auch sei, eine Sache im letzten Jahr war für mich dann doch etwas ganz Besonderes, und zwar mein erster offizieller Ultra-Trail – der Trail du Grand Ballon, den ich solide gemeistert habe.

Die Zahlen
Knapp 2.500 Kilometer war ich in Laufschuhen unterwegs in der Horizontalen, vertikal legte ich knappe 30.000 Höhenmeter zurück. Das ist nicht so viel, was daran lag, dass mein Fokus ganz klar der Marathon war letztes Jahr. Will heißen: Asphalt und gerade Strecken, so ungefähr. An Rennen war folgendes los:
- 1 Parkrun (war es wirklich nur einer?) , den aber in Huaraches (also Barfuß) in einer 18:02. Cool, oder?
- Ein 10K Crosslauf in einer 38:27, was mir den 3. Platz in meiner AK bescherte
- Ein 20K Lauf bei der Winterlaufserie in Rheinzabern in einer 01:18:14 (6. Platz in meiner AK)
- Halbmarathon-Crosslauf in Rülzheim in einer 01:22:16 (2. Platz Gesamt)
- Köln Marathon in 03:14:12
- Privater Marathon in 04:04:20
- Hockenheim Marathon (Ring Series) in 03:09:19 (25ter Gesamt, Platz 3 in der AK)
- Hexxepäddl-Trail: Dort war ich solide in den Top Ten, bis ich mich verlief. Ansonsten aber ein cooler Lauf
- Trail du Grand Ballon in 07:06:05 (51 Kilometer, 2.500 Höhenmeter), darauf bin ich dann mal stolz
Marathonbilanz 2025
Hinsichtlich Marathon muss man dazu sagen, dass ich für einen Frühjahrsmarathon – den Bienwaldmarathon – trainiert habe, aber wie fast immer bei Frühjahrsmarathons knapp davor krank wurde. Deshalb trainiere für solche Frühjahrssachen – so wie jetzt gerade übrigens – nicht mehr auf Vollgas, sondern wenn überhaupt auf Halbgas, weil ich da einfach so oft krank werde. Der Köln Marathon war mit 3:14 eine große Enttäuschung, obwohl ich trainiert habe wie irre. Viel mehr als für den Frankfurt Marathon das Jahr davor, wo ich eine 03:03 lief. Es folgte ein allein gelaufener Marathon und dann spontan ein Marathon auf dem Hockenheimring, den ich in 3:09 finishen konnte als 25ter und 3. in der Altersklasse. Diesen Lauf bin ich quasi ohne gezielte Vorbereitung gelaufen und hatte überraschenderweise sehr wenig Probleme. Manchmal liegt der Schlüssel einfach darin, “gechillt” einfach mal loszulaufen ohne jegliches Ziel. Der Lauf gab mir jedenfalls das Gefühl, dass ich ein solider Marathoni geworden bin über die Jahre und die Distanz wirklich gewohnt bin.
Mein erster offizieller Ultra-Trail-Run
Wenn ich etwas mein Jahreshighlight nenne kann, dann den Trail des Grand Ballon. 50K waren das, knapp 2.500 Höhenmeter, bei Eiseskälte (am Morgen) und Hitze (ab Mittag), alles an einem Tag. Das Campen die Nacht zuvor, meine Begegnungen im Elsass, das ist irgendwie mein Ding. Das sind MY PEOPLE, MY FOLKS. Das ist es, was Laufen für mich ist und wo ich mich wettkampfmäßig überhaupt noch sehe.
Kurzdistanzen
Beim ITK Südpfalzlauf, einem Halbmarathon-Crosslauf bei mit um die Ecke, schaffte ich es tatsächlich auf Platz 2 mit einer 1:22, eine echte Überraschung wenn man bedenkt, dass die Jungs vor und hinter mir jünger waren, weit jünger. Ja, wahrscheinlich liegt mein läuferisches Talent, falls ich überhaupt eines habe, auf dem Halbmarathon, denke ich. Dennoch reizt mich diese Distanz einfach nicht so sehr, hat sie noch nie gemacht, genau so wenig wie diese “fucking 10K.” Das meine ich natürlich nicht so, dennoch hasse ich sie an einem bestimmten Punkt, während ich diese Distanz laufe. Und zwar abgrundtief. Dieses anaerobe nach Luft ringen – ich kann das einfach nicht wirklich leiden. Vielmehr mag ich es, taktisch zu laufen, mal zu bluffen und sich in Zaum zu halten, Reserven zu sparen und später einzusetzen. Wie ein Ferrari auf einer Landstraße, der gemütlich vor sich hin rattert. Man ahnt, der kann mehr, so in der Art.
Ausblick 2026
Ach Mann, ich könnte stundenlang so dahin tippen und so über das Laufen daher plappern. Aber hey, kurz und knapp über das was ich nächstes Jahr geplant habe. Ein Lauf steht im Fokus – der UTMB GRAND EST. Einen UTMB Index habe ich schon. Was mir fehlt sind STONES, Running Stones. Und die werde ich mit dem UTMB-Ding einheimsen. Hat man die nämlich, kann bzw. darf man sich in den Lostopf werfen für CHAMONIX. Und das, People, das ist etwas, was ich in meinem Läuferleben wirklich noch erleben will, auch wenn dieses ganze Trail Ding wirklich schon richtig übel kommerziell geworden ist, dass ich schon fast keine Lust mehr darauf habe. Wie dem auch sei. Ich hänge meine Laufschuhe nicht an den Nagel ohne eine Medaille aus Chamonix. Basta, Ende, Aus.
Und ja, natürlich schwebt da noch diese Sub 3 im Raum. Es wird Marathonversuche geben dieses Jahr, beginnend im März beim Bienwald Marathon. Dieser dient jedoch allenfalls dem fit werden und gewöhnen an die Langstrecke und damit als Vorbereitung für den Grand Est. Gleiches gilt für den Pfalztrail, der knappe 35K hat und ein paar Höhenmeter. Den Marathon-Fokus werde ich einmal mehr auf den Herbst legen und mir ein schönes Rennen aussuchen, bei dem ich ganz bestimmt an meine maximalen Grenzen gehen werde. Und wenn das nicht klappt, folgt vielleicht ein zweiter Versuch so wie dieses Jahr in Hockenheim
Ansonsten gehe ich die Sache entspannt an, mache vielleicht mal ein Läufchen im Rahmen des Wasgaucups oder Energie Südwestcups.
Und….
… Du so?
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9 Kommentare
Maik
Hallo MaSan & Mitlesen … nachdem ich doch eine etwas längere Zeit (viel zu lange !) hier nicht mitgelen habe, ein kleines Feedback. Zuerst, Kompliment Martin wie Du deine Stories hier aufbereitest, informativ, auf den Punkt und vor allem unterhaltsam, DANKE Dir!
Nachdem ich seit Mitte 2025 mit blöden Wadenproblemen zu kämpfen habe, dachte ich schon dass meine Jagd nach der Halbmarathon SUB93 ein für alle mal zu Ende ist, von einem Marathon irgendwann mal ganz zu schweigen. Alternative -> kürzer treten aber das fällt einem so schwer wie keine Süssigkeiten zu Weihnachten. Also statt 50 km/Woche “nur” noch 20km/Woche aber das hatte Nebenwirkungen. 3kg rauf auf die Hüften, was für mich echt viel ist … Also Training nach Weihnachten langsam wieder gesteigert und was soll ich sagen … irgendwie fühlte es sich sooo gut an. Nach einem beruflichen Tiefschlag musste dringend ein Ziel her, etwas wo man mit Freude hinarbeitet, sich neu fokussiert / ablenkt und da war die Anmeldung zum Hannover (Halb)marathon am 12.04.2026 doch genau das Richtige. Meine Formel: Ortswechsel + “der alte Sack wills noch mal Wissen” = Jackpot. Ich habe seit Januar jeden Monat ca. 200km abgespult. Dazu Alternativsport wie Rad & Tischtennis oder auch mal gehen im Schneesturm, 5×2 km Intervalle, 21km Longrun, viel Schlaf, gesunde Ernährung, Body Workout, KEIN Alkohol usw.
Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann wird es zu 100% durchgezogen, Ausreden oder halbe Sachen gibts nicht, der innere Schweinehund hat Winterschlaf!
Auch mal etwas anders machen. Abwechslung ist die Würze und genau das brauche ich dieses Jahr … Um es auf den Punkt zu bringen: Fokus auf MEINE Ziele aber immer auf seinen Körper hören und immer mit SPASS, FREUDE & DANKBARKEIT dabei sein. Negative Ereignisse sind dazu da, die positiven überhaupt zu schätzen, aufzusaugen und so lange wie möglich zu konservieren. Schmerzfei seinen Sport nachzugehen ist eins davon, ein Laufevent mit über 20000 Leuten zu laufen auch … Ich freu mich gerade wie ein kleiner Junge der zu Weihnachten sein 1. Fahrrad bekommen hat. Jetzt muss das Wetter noch mitspielen aber das dürfte in D kein Thema sein 😉
p.s. Allen eine gesunde und tolle Laufsaison 2026. Wir sehen uns an der Startlinie .. wo auch immer.
MaSan
Hey Mike,
meine Daumen sind jetzt schon massiv gedrückt. Das sind ja nur noch ein paar Tage bei Dir, bevor das Rennen ansteht und denke mal Du bist gechillt im wohlverdienten Tapering nach den harten Wochen. Tapering ist ja immer so eine Sache. Man hat da immer so ein schlechtes Gewissen, weil man denkt man macht nix. Wichtig ist allerdings, dass man nicht ganz einschläft, ich habe sogar immer mittwochs noch ein paar Intervalle gemacht, aber nicht ganz so schnell wie sonst. Und dann Freitags noch zwei oder 3K mit ein paar Beschleunigungen. Ich hoffe jedenfalls dass du nicht krank wirst so kurz vor knapp und gesund am Start stehen wirst am Sonntag!!!
Bei mir lief der Start ins Jahr nicht einmal annähernd wie bei Dir. Ich war für einen Marathon angemeldet, konnte das Training mangels Motivation aber einfach nicht durchziehen. Der Schweinehund hat gesiegt, ich hatte einfach null Bock im Dunkeln und bei Eiseskälte zu trainieren. Weißt du, mit Kindern komme ich erst abends zum trainieren meistens und mein Wille dieses Jahr war einfach gebrochen. Ich bin dann einen Halben gelaufen wenigstens und der lief eigentlich ganz gut.
Natürlich habe ich etwas trainiert, aber ich bin um ehrlich zu sein diesen Winter lieber schwimmen gegangen als zu laufen. Irgendwie passiert da was in mir gerade. Jetzt wo es wärmer wird kommt die Form aber wieder und ich bekomme wieder Lust mehr zu laufen, primär auf dem Trail und mit Höhenmetern. Im Mai steht für mich der Pfalztrail an, ein 36K Lauf mit knapp 1.000 Höhenmetern, und zwei Wochen später dann der UTMB Grand Est, ein 50K Lauf mit knapp 3.000 Höhenmetern. Im Gegensatz zum Marathon gehe ich das aber gechillt an. Also nicht falsch verstehen. Ich trainiere dafür, momentan steht jedes Wochenende ein 3 Stunden Long Run an mit 1.000 Höhenmetern, dazu Intervalle, aber insgesamt ein niedriges Pensum. Ich will es einfach schaffen, die Zeit ist zweitrangig. Ich bin irgendwie einfach froh gerade, das mit Familie irgendwie aufrecht zu erhalten. Es ist alles einfach wahnsinnig anstrengend das alles… Job, Familie, Sport… und die ganzen Sachen die sonst noch anfallen.
Mal sehen, ich hoffe dass die Motivation zurückkommt und ich mich aufrappeln kann für einen Herbstmarathon auf Vollgas (-;
Ich schau da mal rein am Wochenende bei deinem Halben im Live Tracking. Gib Gas (nicht zu früh!!!), laufe taktisch, suche dir Gruppen und beiße, als ob es kein Morgen gäbe!!!
LG
Martin
Maik
Hallo Martin,
wow, VIELEN DANK ! Deine Tipps werde ich beherzigen, ok etwas abgewandelt. Denke den letzten “Mobilitätstest” werde ich Samstag also 1 Tag vor dem GROSSEN Ganzen machen, genau wie Du schreibst, ganz enspannt mit ein paar Steigerungen. Sozusagen die letzte Ölung für den Motor 🙂 damit dieser ja rund läuft.
Tapering ist seit 5 Tagen angesagt, Intensität hoch aber Umfang runter … Das Läuferherz sagt “bloss nicht, du verlierst Deine Form wie Butter in der Sonne” der Trainingsplan sagt “mach weniger, Du bist keine 20 mehr”.
OK, das mit der 20 steht da nicht aber stimmen tuts (leider) doch. Was aber doch (bei mir) immer passiert, sind diese Gedanken. Hab ich genug getan für mein Ziel? Ist die gewünschte Pace nicht doch zu schnell? Warum tue ich mir das an? ist doch nur eine Zahl … aber genau darauf habe ich die Antwort: für mich, weil ich es will, weil ich als 15 Jähriger in der Schule die 3000m total entkräftet mit 13:15min. ins Ziel kam und damit nur knapp an der Note 4 vorbei. Heute (40 Jahre später) lächle ich darüber. Aber der Spass muss IMMER an 1. Stelle stehen, ohne dem geht es einfach nicht.
Genau diesen Spass & die Motivation wünsche ich DIR. Den genau das lesen wir hier und wissen, da draussen gib es Menschen die genau wie Du leiden, jubeln, kotzen und das tun was sie tun -> einfach laufen.
Mit einem Laufbuddy wäre es einfacher, stimmiger, motivierender aber auch den habe ich hier aufm Land nicht. Da recht sich die dann doch meine Trainingspace von 4 – 6 min./km. Wie sieht es da bei Dir aus? Aber Laufen ist nicht alles. Auch ohne Familie weiss ich wie wichtig die Alltagsintegration, Job & Co. ist. Auch bei mir nicht so einfach. Aber auch aus den “anderen” Dingen kann man viel Kraft sammeln… Halt die Augen offen, nutze Chancen und gib immer ein Lächeln zurück. Wie das wohl bei Deinem 3h Long Run mit 1000 HM aussieht *lach* tja hab leicht reden. Trail ist wirklich cool, Respekt für Deinem Mut ! Auf zu neuen Ufern … Da draussen gibts noch viel zu endecken.
Das Du Im Live Tracking reinschaust, bedeutet mir viel. Ist Motivation & Verantwortung gleichermassen, immerhin hab ich (auch) aus Deinem Blog hier viel gelernt. Nur der Tipp mit dem Gel bei ca. 1h, dass will nicht runter bzw. klebt gefüllt bis im Ziel im Rachen wie Kaugummi unterm Sneaker. Auch mit nachtrinken, da muss ich auf was flüssigeres umsteigen aber allen anderen hier seih gesagt: “Du kannst einen HM in 1:35h auch ohne Gel finishen” Nur wenn es um die letzten Körner geht, das letzte fehlende Puzzle, die kleine Schraube, dann wird an Ausrüstung und Ernährung gefeilt. Sorry Leute -> Quark und Hüttenkäse sind ausverkauft! Stappelt sich wie Tetris in meinem Kühlschrank. Für Skyr bin ich aber nicht verantwortlich, Läufer-Ehrenwort 😉
Jetzt heisse es gesund bleiben (aber eigentlich doch immer) die Vorfreude geniessen und damit ich am Sonntag 8egal wie es ausgeht) in kein Loch falle, ist die Anmeldung (Verlosung) zum Berliner HM 2027 draussen. Mit etwas (Los)glück zusammen mit einem alten Studienfreund und so würde sich der Kreis nach über 30 Jahren schliessen.
Martin, ich wünsche Dir GANZ viel Spass bei Deinen Wünschen/Zielen, egal WAS … egal WO … egal WIE -> wir werden hier hoffentlich noch einiges von Dir hören … DANKE & ganz liebe Grüsse aus dem Allgäu (noch) ICE startet Freitag nach Hannover 😉
Maik
p.s. Wetter & D ist wohl doch ein “Problem” Sonne satt aber Wind bis 50 km/h *zitter*
MaSan
Hi Maik,
sorry bei mir war viel los die Woche, deshalb erst jetzt…. wie war der Halbmarathon? Da es doch einige Maiks’ gab wusste ich nicht wer du bist, da ich deinen Nachnamen nicht kenne. Aber ich gehe davon aus dass du der bist der in 1:30:26 gefinished hat?
Schreib mal wie es war!!!
Gruß
Martin
MaSan
… ach hey, habe gerade deinen letzten Kommentar gelesen und da du aus dem Allgäu gegrüßt hast, dann ist das ja save dass du hier in 1:30 gefinished hast. Dann erst mal herzlichen Glückwunsch zum Erreichen deines SUB-93-Ziels. Du stehst jetzt ganz nah an der magischen Grenze und die schaffst du auch noch!!! Schön ist dass es Pace-mäßig ohne Schwächen lief, du hattest keinen Abfall die letzen Kilometer. Das ist genau richtig gemacht und deutet darauf hin, dass das nicht dein Limit war. Das nächste mal kannst du etwas mehr riskieren. Kann dann sein dass man mal einen Lauf vermasselt. Aber an einem guten Tag geht da noch was nach vorne, ganz sicher! Richtig gut gemacht und ich denke mal du bist vollends zufrieden oder?
Gruß
Martin
Maik
Hi Martin,
richtig kombiniert, genau der bin ich 😉 Mist, man ist im Internet doch nicht so anonym also genau überlegen was ich jetzt schreib, den ich bin noch voll im runners-high, wolke 7 … Los gehts:
Danke für Deine Glückwünsche! Es war absolut fantastisch, eine Runde Sache, es hat einfach ALLES gepasst.
Relaxte Anreise mit dem ICE, Super Hotel (das extra für den Lauf das Frühstück nach vorne gezogen hat), und eine abwechlungsreiche Stadt in der ich noch nie war mit lauter freundlichen Menschen.
Also ganz entspannt zur LaufExpo (im Fussball Station von Hannover 96) Startunterlagen abholen, das Feeling aufsaugen, Selfies machen, Laufstrecke erkunden, Aufbau vom Start/Zielbereich beobachten und noch mehr Selfies machen, Verpflegung kaufen, Pasta Party im Restaurant “Spoon”, wieder Selfies und dann ein Shake-out Run durch Eilenriede. Die grüne Lunge vonm Hannover, nochmal Selfies. Die Zeit verging wie im Flug …
Am Abend im Hotel kommen die Zweifel. Was mache ich nur, Ich bin doch nicht als Tourist hier, oder doch ? NEIN, nicht nur, ich will PB und dann bin ich 2 Tage mit Kamera unterwegs über 25000 Schritte, teste die Carbon Schuhe “Adidas Adios Pro 4” bei der Expo und esse “bei meiner Pasta-Party” ein vorzügliches Tiramisu. So war das überhaupt nicht gedacht aber es war ein Selbstläufer, das gehört dazu und es füllte sich RICHTIG an.
Spass & Freude sollte bei uns Hobby Läufern immer der 1. Motivator sein! SUB93, NICHT 10k PB ! Also wieder rauf auf die Bremse aber weiter gehts, etwas trinken (für die Nerven, Wetter war Topp mit Bewölkung und ca. 12 Grad, etwas windig aber zum Glück nicht die Böen 1 Tag vorher).
Ich höre noch Jan Fitschen im TV sagen “in Hannover musst Du am Anfang die Pace machen, zum Ende in der Stadt wirds winklig, etwas eng mit etws Kopfsteinpflaster”. Na perfekt, GENAU MEINE STRATEGIE, nix negativer Split, genau wie Du Martin hier mal geschrieben hast “auf der Welle mitreiten” Nach 15 Jahren Lauferfahrung kenne ich meinen Körper, weiss wann es zu viel ist, wann was geht & HEUTE GEHT WAS, ES GEHT RICHTIG WAS!
Theater Platz, Lister Platz, WAHNSINN diese Leute überall, abklatschen mit den lachenden Kindern, an jeder Ecke Super Mario mit Extra Boost abholen GÄNSEHAUPT pur …
ICH LIEBE ES, GENAU DAFÜR MACHE ICH ES, DAS BLEIBT, DAS TREIBT MICH HEUTE UND DIE NÄCHSTEN WOCHEN AN. DANKE HANNOVER “RUN CITY. HANNOVER”
Die KM fliegen nur so vorbei an uns vorbei. Da bleibt Zeit für mein persönliches “Lauf-Quiz”:
Frage 1: Wo ist der Mann mit dem Hammer?
A: Abwesend, im Urlaub … beim Marthon ? man weiss es nicht …
Frage 2: Wann kommen die Schmerzen?
A: … ab Montag, etwas Muskelkater aber irgendwie auch nicht …
Frage 3: Wann meldet sich Garmin mit der Puls Warnung?
A: gar nicht, muss wohl kaputt sein das Ding … hmm kommt doch immer zuverlässig?
Dann bei km 14,2 ist noch das Thema Gel oder nicht Gel … Ne zu früh, noch kein Bedarf. KM 16,4 letzte Chance für das klebrige Zeug aber irgendwie keine Zeit dafür .., zu umständlich bei 14 km/h ich muss laufen. Die ultimative Alternative (für mich) Becher mit Cola. 50% Mund / 50% aufs Hemd. Denke mir “Mist, das Shirt ist neu” Sehe diese nervige Ariel Werbung der Youtube Pausen vor meinem geistigen Auge. Fokus !!! Letzter Check der Zeit:
DAS SIEHT GUT AUS … DAS SIEHT SOOO GUT AUS.
Das SUB 90 drin ist, hab ich überhaupt nicht gepeilt obwohl der Pacemaker immer in Sichtweite war.
VERDAMMT NOCHMAL, ES MUSS DOCH EIN EINBRUCH KOMMEN, ODER NICHT?
Die letzten 4 km, Mental immer schwierig, also NUR positive Gedanken. Ich sagte mir” das läufst du locker im Taining und eigentlich sind es nur 3, der letzte km ist GENUSS – FREUDE PUR. Ich sah mich bildlich bereits im Zieleinlauf. Ich wollte nicht sprinten die letzten Sekunden rausquetschen total fertig zusammenbrechen.
ICH WOLLTE GENUSS, FREUDE, EMOTION UND DANKBARKEIT ! Genau das und nichts anders habe ich bekommen.
Wenn Du bereit bist einzuzahlen, was zu geben, dann wird es dir gedankt und zurückgezahlt. Dies habe ich heute erfahren. So ist es auch im Leben, seih Dir dessen bewusst, das ist keine Selbstverständlichkeit.
Die Zeit war mir erstmal egal bzw. gar nicht so bewusst. Das i-Tüpfelchen war die gemeinsame Freude im Ziel mit Benedikt (Grüsse an Nr. 21554 gehen raus). Er wollte SUB90 und wir haben uns immer wieder “getroffen” und unbewusst “gezogen” bei unserer “Reise Hannover HM 2026” Die SUB90 werden kommen, da bin ich mir sicher. Wie Du Martin schreibst “koninuierlich durchgezogen, da geht noch mehr”.
Klar könnte man sagen: “… ohh der hat mit der SUB93 sehr tief gestappelt” aber mit meinen 55 Jahren sind so grosse Performance Sprünge eigentlich unmöglich. 4 Minuten zu meiner PB aus dem Jahr 2024. Genau das dachte ich auch … bis jetzt …
Meine Tipps / Fazit dazu: Optimiert eurer Training, bringt Abwechlung rein, dreht an den richtigen Schrauben, bleibt gesund, hört auf Euren Körper der sagt was gut ist, Regeneriert und schlaft gut das ist geanuso wichtig wie Intervalle ballern, Gute Ernährung und das Belohnungsbier gibt es NACH DEM LAUF.
… HABT SPASS an dem WAS IHR TUT. AB JETZT IST (fast) ALLES MÖGLICH, SUB90 beim Berlin Halbmarathon 2027 z.B. ??? Anmeldung ist mal draussen.
Danke an ALLE, die mich bei meiner HM Reise begleitet, unterstützt und geholfen haben:
Turnschuhheizer: http://www.youtube.com/channel/UCMv0vXT2QTr_At3LltCZqUKg
Ulli Thessmann: http://www.youtube.com/channel/UCnpG6JBW2TSaBantotzCZJw
Richard Vogelsang: http://www.youtube.com/@richard.vogelsang
Runnersflow: http://www.youtube.com/runnersflow
Stephan: http://www.youtube.com/@stephan_8511
Jan Fitschen: http://www.youtube.com/user/janfitschen
Florian Neuschwander: http://www.youtube.com/@run-with-the-flow
Last but not least: https://www.ma-san.de
Hotel: https://hrewards.com/de/intercityhotel-hannover-hauptbahnhof-ost
Pasta Party & Bar: http://www.spoon-hannover.de/
Definitiv eine Reise wert: http://www.marathon-hannover.de/
Deutsche Wetter Dienst: http://www.youtube.com/@DWDderWetterdienst
Umweltschonend unterwegs mit der: http://www.bahn.de
Naja hatte natürlich 2h Zugverspätung nach Stellwerksdefekt in Ingolstadt 🙂 aber hey, mir sowas von wurscht
Allen vom Orga Team & speziell die SEHR netten Damen im neuen Rathaus (Ihr macht eine tolllen job!)
Run Expo u.a. Stand Asics – Adidas – Brooks – Puma usw. Sorry für die Störung beim Feierabend Bier 😉
ALLEN HELFERN, OHNE EUCH wäre dies nicht möglich … und den MENSCHEN IN & UM Hannover ! ! !
DICKES DANKE … ICH HOFFE WIR SEHEN UNS 2027, wenn es wieder heisst:
https://www.youtube.com/watch?v=3BqHlqgBoUo
MaSan
Hi Maik,
manometer, das liest sich schon sehr, sehr geil, wenn ich das mal so sagen darf. Meine Hochachtung und Glückwunsch zu dieser Leistung. Ich sag dir jetzt mal was – dieses Ding hier hast du im Kasten!!! Es war genau richtig von dir das genauso zu machen. Die Theorie, dass eventuell mehr drin gewesen wäre… vergiss es…. Es ist nicht existent, nicht real.
Was du hast das hast du. Nur das was du gemacht hast, ist echt und wirklich passiert, vergiss alles andere. Und was du hier (real, nicht theoretisch) gemacht hast, war großartig. Du hast hier einen Halbmarathon mit gezieltem Training, Renntaktik und Erfahrung sehr geschickt gefinished ohne Schwächen. Nicht viele können das. Der Versuchung zu widerstehen, in diesem oder jenen Moment eben nicht Vollgas zu geben, unterscheidet den alten Hasen von den anderen, die ins Messer laufen. Es war gut, so zu finishen und jetzt zu wissen dass da Körner sind nach oben. Mit dem Ding im Kasten kannst du das nächste Mal auch was riskieren und das Risiko eingehen, gnadenlos zu scheitern, oder alles zu gewinnen. Beides ist möglich, beides ist mir oft passiert. Aber es ist besser etwas zu riskieren, wenn der Kontostand stimmt, und diese 1:30 hast du. Falls es das nächste Mal die 1:35 ist, weil du komplett einbrichst, kannst du sagen – FUCK IT! Egal! Also, genau richtig gemacht und das nächste Mal verschärfst du das Ding mit mehr Risiko, oder mit weniger und ballerst geschmeidig unter 1:30 in einer Gruppe im Windschatten, mit Routine und Erfahrung und mit dem Wissen, dass du richtig was drauf hast. Wenn ich mit dem was ich hier auf dem Blog so schreibe etwas dazu beitragen konnte zu deiner Leistung, dann macht mich das richtig glücklich und dieses Blog macht irgendwie Sinn.
Ich denke der wesentliche Schlüssel zu deinem Erfolg war deine Einstellung, dieser unbedingte Wille da hin zu gehen. Nicht selten werde ich gefragt wie man so etwas machen kann, so etwas wie Wettkämpfe laufen und sowas. Es ist sinnlos jemandem darauf zu antworten, der so etwas fragt. Was macht denn schon Sinn? Es macht keinen Sinn, und es macht allen Sinn der Welt. Mir sagte einmal eine Marathonläuferin in Berlin der alten Schule in Berlin (mit einer 2:45 als PB), die mir Tipps gab und ein bisschen coachte, dass sie das deshalb mache (also mich coached), weil ich dafür brenne und es immer weniger Menschen gibt, die überhaupt noch brennen und bereits sind, richtig hart zu trainieren, so wie das in den Siebzigern bei den Läufern und Läuferinnen war. Heute will jeder sofort zum Ziel kommen mit egal was. Beim Laufen ist das nicht so. Man muss scheitern, um weiter zu kommen. Man wird enttäuscht, steht wieder auf und kommt stärker zurück – und gibt niemals – niemals auf!
Maik
Hi Martin … Mist da fehlt oben was zwischen “Spass & Freude sollte bei uns Hobby Läufern immer der 1. Motivator sein ! …”
und
“SUB93, NICHT 10k PB ! Also wieder rauf auf die Bremse aber weiter gehts…”
hab es ergänzt und Vielleicht kannst Du das korrigieren, DANKE ! ->
Da das Hotel im Zentrum liegt, konnte ich den Marathon Start im TV mitverfolgen. 30 min. später live am Bahnhof, Dieser Speed, diese Technik … dazu Trommeln, Tröten und diese Masse an Menschen. es sollen insgesamt über 200.000 gewesen sein (kann ich bestätigen, hab alle gezählt 😉
Noch 30 min. bis zu HM Start um 11:30 Uhr. Einlaufen, letzter Toilettengang und ab in Startblock A aber halt, 50m vor mir die Elite, Race-Top, Carbon Schuhe so weit mein Auge schaut, alle 1 Kopf grösser. Irgendwie passe ich nicht in dieses Schema. Die letzten Minuten, die Meute wird mit der Hymne “RUN CITY. HANNOVER. (ImPULS Remix)” nochmal aufgeheizt …
PENG Startschuss, los geht unsere/MEINE REISE … jetzt zählts, dafür bist DU HIER.
Also Tempo finden, in den Körper hören, genau wie Du es hier mal geschrieben hast “mitreiten auf der Welle”.
Zur Sicherheit hab ich mir die 2 km Zwischenzeiten auf die Handflächen geschrieben, auf Garmin verlasse ich mich nicht mehr. Ja es läuft GUT, SEHR GUT, SOWAS VON GUT. Ich merke schnell heute GEHT WAS …
KM10 Mist, ich bin ZU SCHNELL, VIEL ZU SCHNELL. DAS KANN NICHT GUT GEHEN. Über 1 Minute unter Zielzeit. Euphorie JA – Überheblichkeit NEIN. Dieser Spagat ist schmal
Maik
Hi Martin,
alles richtig was Du schreibst, es gibt keine Abkürzung. Du musst für die Sache “brennen” nur dann kannst Du neue Höhen erklimmen UND dieses Glücksgefühl voll auskosten …
Das es nicht SUB90 geworden ist, nein, nein, daran verschwende ich keine Gedanken, das wäre so DUMM. Es ist genauso gut wie es war, SEHR GUT. Diesen Tag werde ich nie vergessen !
Aber nach dem Lauf ist vor dem Lauf … Also letzten Sonntag Schuhe geschnürt und HM in der Bludenz (Vorarlberg). Nur diesmal wollte ich es als “Sonntags Long Run” in genau 1:59:59 sozusagen Pacemaker und Motivator für die Anderen. Auch mal etwas zurückgeben an die Zuschauer, das Orga-Team und die Läufer dort.
Was soll ich sagen, der Plan ist voll aufgegangen. 3 Runden a 7 km und in jeder Runde voll abgefeiert egal ob Polizei, Streckenposten oder Maskottchen “Sumsi” alle wurden “berücksichtigt”.
Die Krönung war das ich tatsächlich 1 Läufer, der in der letzten Runde sprichwörtlich “aus dem letzten Loch pfiff” unter 2h ins Ziel zu pushen, dass war an dem Tag die Sahne auf der Torte.
Der Weg ist das Ziel … Also was kommt als nächstes???
Martin, lass uns bitte weiter an Deiner Reise hier teilhaben, austauschen, erfreuen … DANKE für Deinen Support !
LG aus dem sonnigen Allgäu, bleibt alle gesund … ich geh jetzt erstmal meine Hausrunde um den Weiher laufen 🙂
Maik
p.s. Naja geplant ist nochmal als Pacer beim Lauffieber Bad Waldsee HM am 16.05. Die SUB90 heb ich mir für was ganz spezielles auf, Vorfreude ist doch die schönste Freude 😉