Mein Laufjahr 2025 – und Ausblick auf 2026
Etwas spät vielleicht für ein 2025-Laufjahr-Review, aber was soll’s. Was war los 2025? Es gab einige Rennen, sogar ein paar tolle Platzierungen, PB’s jedoch konnte ich keine einstellen. Ist mir im Prinzip auf alle Distanzen relativ egal, auf eine aber nicht – den Marathon. Eine Sub 3 konnte ich nicht laufen und wenn ich jetzt daran denke, weiß ich auch nicht, ob ich das noch schaffe. In Köln war ich mir dessen sehr sicher, so gut war das Training. Es wurde – nichts! Aber so ist der Marathon, wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie was man kriegt. Auf die Halbmarathon-Distanz konnte ich zwei Mal – einmal sogar auf einer nicht einfachen Cross-Strecke, an die 1:22 herankommen. Das ist wirklich nicht schlecht für meine Verhältnisse, zumal ich für die 21K nie gezielt trainiert habe und diese eigentlich immer als Vorbereitung für den Marathon gelaufen bin. Im Prinzip benutze ich Kurzdistanzen als Indikator für längere Distanzen, so auf die Art: hey, du wirst vielleicht nicht schneller, aber zum Glück halt auch nicht langsamer. Auf die 5K und 10K war deshalb nix zu holen in Richtung Bestzeit, aber darauf lag auch kein Fokus. Wie dem auch sei, eine Sache im letzten Jahr war für mich dann doch etwas ganz Besonderes, und zwar mein erster offizieller Ultra-Trail – der Trail du Grand Ballon, den ich solide gemeistert habe.

Die Zahlen
Knapp 2.500 Kilometer war ich in Laufschuhen unterwegs in der Horizontalen, vertikal legte ich knappe 30.000 Höhenmeter zurück. Das ist nicht so viel, was daran lag, dass mein Fokus ganz klar der Marathon war letztes Jahr. Will heißen: Asphalt und gerade Strecken, so ungefähr. An Rennen war folgendes los:
- 1 Parkrun (war es wirklich nur einer?) , den aber in Huaraches (also Barfuß) in einer 18:02. Cool, oder?
- Ein 10K Crosslauf in einer 38:27, was mir den 3. Platz in meiner AK bescherte
- Ein 20K Lauf bei der Winterlaufserie in Rheinzabern in einer 01:18:14 (6. Platz in meiner AK)
- Halbmarathon-Crosslauf in Rülzheim in einer 01:22:16 (2. Platz Gesamt)
- Köln Marathon in 03:14:12
- Privater Marathon in 04:04:20
- Hockenheim Marathon (Ring Series) in 03:09:19 (25ter Gesamt, Platz 3 in der AK)
- Hexxepäddl-Trail: Dort war ich solide in den Top Ten, bis ich mich verlief. Ansonsten aber ein cooler Lauf
- Trail du Grand Ballon in 07:06:05 (51 Kilometer, 2.500 Höhenmeter), darauf bin ich dann mal stolz
Marathonbilanz 2025
Hinsichtlich Marathon muss man dazu sagen, dass ich für einen Frühjahrsmarathon – den Bienwaldmarathon – trainiert habe, aber wie fast immer bei Frühjahrsmarathons knapp davor krank wurde. Deshalb trainiere für solche Frühjahrssachen – so wie jetzt gerade übrigens – nicht mehr auf Vollgas, sondern wenn überhaupt auf Halbgas, weil ich da einfach so oft krank werde. Der Köln Marathon war mit 3:14 eine große Enttäuschung, obwohl ich trainiert habe wie irre. Viel mehr als für den Frankfurt Marathon das Jahr davor, wo ich eine 03:03 lief. Es folgte ein allein gelaufener Marathon und dann spontan ein Marathon auf dem Hockenheimring, den ich in 3:09 finishen konnte als 25ter und 3. in der Altersklasse. Diesen Lauf bin ich quasi ohne gezielte Vorbereitung gelaufen und hatte überraschenderweise sehr wenig Probleme. Manchmal liegt der Schlüssel einfach darin, “gechillt” einfach mal loszulaufen ohne jegliches Ziel. Der Lauf gab mir jedenfalls das Gefühl, dass ich ein solider Marathoni geworden bin über die Jahre und die Distanz wirklich gewohnt bin.
Mein erster offizieller Ultra-Trail-Run
Wenn ich etwas mein Jahreshighlight nenne kann, dann den Trail des Grand Ballon. 50K waren das, knapp 2.500 Höhenmeter, bei Eiseskälte (am Morgen) und Hitze (ab Mittag), alles an einem Tag. Das Campen die Nacht zuvor, meine Begegnungen im Elsass, das ist irgendwie mein Ding. Das sind MY PEOPLE, MY FOLKS. Das ist es, was Laufen für mich ist und wo ich mich wettkampfmäßig überhaupt noch sehe.
Kurzdistanzen
Beim ITK Südpfalzlauf, einem Halbmarathon-Crosslauf bei mit um die Ecke, schaffte ich es tatsächlich auf Platz 2 mit einer 1:22, eine echte Überraschung wenn man bedenkt, dass die Jungs vor und hinter mir jünger waren, weit jünger. Ja, wahrscheinlich liegt mein läuferisches Talent, falls ich überhaupt eines habe, auf dem Halbmarathon, denke ich. Dennoch reizt mich diese Distanz einfach nicht so sehr, hat sie noch nie gemacht, genau so wenig wie diese “fucking 10K.” Das meine ich natürlich nicht so, dennoch hasse ich sie an einem bestimmten Punkt, während ich diese Distanz laufe. Und zwar abgrundtief. Dieses anaerobe nach Luft ringen – ich kann das einfach nicht wirklich leiden. Vielmehr mag ich es, taktisch zu laufen, mal zu bluffen und sich in Zaum zu halten, Reserven zu sparen und später einzusetzen. Wie ein Ferrari auf einer Landstraße, der gemütlich vor sich hin rattert. Man ahnt, der kann mehr, so in der Art.
Ausblick 2026
Ach Mann, ich könnte stundenlang so dahin tippen und so über das Laufen daher plappern. Aber hey, kurz und knapp über das was ich nächstes Jahr geplant habe. Ein Lauf steht im Fokus – der UTMB GRAND EST. Einen UTMB Index habe ich schon. Was mir fehlt sind STONES, Running Stones. Und die werde ich mit dem UTMB-Ding einheimsen. Hat man die nämlich, kann bzw. darf man sich in den Lostopf werfen für CHAMONIX. Und das, People, das ist etwas, was ich in meinem Läuferleben wirklich noch erleben will, auch wenn dieses ganze Trail Ding wirklich schon richtig übel kommerziell geworden ist, dass ich schon fast keine Lust mehr darauf habe. Wie dem auch sei. Ich hänge meine Laufschuhe nicht an den Nagel ohne eine Medaille aus Chamonix. Basta, Ende, Aus.
Und ja, natürlich schwebt da noch diese Sub 3 im Raum. Es wird Marathonversuche geben dieses Jahr, beginnend im März beim Bienwald Marathon. Dieser dient jedoch allenfalls dem fit werden und gewöhnen an die Langstrecke und damit als Vorbereitung für den Grand Est. Gleiches gilt für den Pfalztrail, der knappe 35K hat und ein paar Höhenmeter. Den Marathon-Fokus werde ich einmal mehr auf den Herbst legen und mir ein schönes Rennen aussuchen, bei dem ich ganz bestimmt an meine maximalen Grenzen gehen werde. Und wenn das nicht klappt, folgt vielleicht ein zweiter Versuch so wie dieses Jahr in Hockenheim
Ansonsten gehe ich die Sache entspannt an, mache vielleicht mal ein Läufchen im Rahmen des Wasgaucups oder Energie Südwestcups.
Und….
… Du so?
Das könnte dich auch interessieren
Kinderarbeit in Bolivien verbieten?
6. August 2015
Road to Köln #4 – Halbzeit und Testwettkampf
11. September 2025

