Der (Ultra) Marathon des Sables

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Der Marathon des Sables 2017 – das waren dieses Jahr 1.200 Läufer aus über 50 Nationen, die 250 Kilometer in fünf Etappen zwischen 30 und 90 Kilometern in der marokkanischen Sahara zurücklegen wollten. Gestellt wurde ihnen, wie üblich, lediglich eine zu teilende Unterkunft für die Nacht und Wasser. Alles andere war wie immer selbst zu transportieren.

Eine gigantische Herausforderung
Seid 1886 gibt es den legendären Marathon des Sables, an dem bisher 20.000 Läufer, die meisten darunter stets aus Frankreich und Großbritannien, teilnahmen. Sengende Hitze am Tag, eisige Kälte in der Nacht, Sand, Steine und Wind – man muss wissen, worauf was man sich hier einlässt. Ganz ungefährlich ist das Ganze nämlich nicht. Im Jahr 1994 verlor ein Italiener die Orientierung und überlebte nur mit Glück. Neun Tage irrte er umher, bevor er völlig abgemagert in Algerien von Nomaden gefunden wurde.

Ultra-Hartgesottene
Vom 8. bis 17. April diesen Jahres rannten einmal mehr die Ultra-Hartgesottenen durch den weißen Sand der Sahara um die Wette. Ein Hubschrauber begleitete die Läufer ein Stück weit, die zur ersten, etwa 30 Kilometer langen Etappe aufbrachen. Vor ihnen die Weite der Wüste, sonst nichts. Die Läufer trugen einen großen Rucksack auf dem Rücken mit Schlafsack und Proviant, sowie große Wasserflaschen auf der Brust, und los ging es. Die Schwedin Elisabet Barnes, Gewinnerin im Jahr 2015, hatte nach dieser ersten Etappe die Nase mit 2:28 weit vorn. Bei den Männern ging es da schon turbulenter zu und erst kurz vor Etappenende wurde der Brite Thomas Evans von gleich vier starken Marokkanern eingeholt, darunter Rachid El Morabity, Gewinner des Jahres 2016, der auch als Favorit für dieses Jahr galt. Doch zunächst machte Landsmann Abdelkader El Mouaziz das Rennen nach Stunden und zehn Minuten.

Rachid El Morabity und Elisabet Barnes
An den beiden Folgetagen waren Etappen von 39 und 32 Kilometern zurückzulegen. Die Strecke wurde zusehends schwieriger. So waren nun Dünen  zu bezwingen und sandiger Boden löste festen Stein ab. Rachid El Morabity und Elisabet Barnes zeigten nun ihre ganze Klasse und entschieden beide Etappen jeweils für sich, bevor es mit der vierten in die längste und härteste Etappe ging. Auch wenn Barnes diesmal mit 9:41 nur als Zweite über die Linie ging, war ihr Vorsprung bereits immens. Bei den Männern ließ sich El Morabity mit 8:16 auch diesmal nichts nehmen, auch wenn Thomas Evans erneut bis aufs Blut kämpfte. Auf der fünften Etappe mit der Länge der klassischen Marathondistanz brachte Barnes das Ding nach Hause. Mit sagenhaften 3:10 Minuten tat es ihr Marabity bei den Männern gleich. Die beiden wurde, wie alle nachfolgenden Läufer und Läuferinnen auch, von Renndirektor Patrick Bauer beglückwünscht. Hier findet ihr ein komplettes Review des Events mit grandiosen Bildern!

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