Zwei Wochen Thailand – doch wohin?

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Februar ist doch wirklich der schlimmste Monat. Der Winter dauert bereits seit einer gefühlten Ewigkeit an und zeigt sich noch immer von seiner hässlichen Seite, weder richtig kalt mit viel Schnee noch mild, sondern eben nasskalt. Die Sonne ist immerwährend durch tiefliegende, graue Wolken bedeckt, so dass es verständlich ist, dass so mancher Zeitgenosse Anzeichen von Depressionen an den Tag legt. Der Frühling liegt noch in weiter Ferne und man fragt sich, wie um Himmels willen man bis dahin überleben soll. Sonne und Wärme müssen her, und zwar sofort, um die innere Batterie wieder aufzuladen und die Wartezeit auf der Frühling gefühlt zu verkürzen. Wo könnte das besser möglich sein als im Land des Lächelns – in Thailand? Die Hauptsaison von Dezember bis Februar neigt sich bereits dem Ende zu, doch noch immer herrscht beste Reisezeit mit Temperaturen über dreißig Grad. Die Preise für Unterkünfte und Flüge fallen langsam wieder und machen auch eine Kurzreise von zwei Wochen erschwinglich. Ein kleiner Bericht über eine kleine Thailand-Reise Ende Februar.

Das Gewusel Bankkoks muss man einfach erlebt haben, Bild: MaSan (Martin Seibel)
Das Gewusel Bangkoks muss man einfach erlebt haben, Bild: MaSan (Martin Seibel)

Die Qual der Wahl
Zwei Wochen erscheinen zwar nicht lang, ermöglichen aber in einem so gut erschlossenen Land wie Thailand die Möglichkeit, verschiedene Landesteile kennen zu lernen. Günstige Inlandsflüge machen es möglich, selbst die entlegensten Landesteile zu erreichen. So hat man die Qual der Wahl. Neben dem obligatorischen Besuch einer oder mehrerer der unzähligen Trauminseln in der Andamanen-See oder dem Golf von Thailand hat das Land des Lächelns noch viel mehr zu bieten. Der thailändischen Kultur kommt man am besten in der Hauptstadt Bangkok auf die Spur.

Doch auch im Landesinneren und im Norden wird man fündig. Immer mehr Reisende zieht es in die traumhafte Stadt Chiang Mai, in den Geschichtspark Sukhothai oder in die von Minderheiten geprägten Orte im Westen des Landes. Letztlich ist auch die Natur und Umgebung ein weiterer triftiger Grund, sich Gedanken über mögliche Destinationen zu machen. Thailand beherbergt gleich mehrere atemberaubende Nationalparks, einen der ältesten Regenwälder der Welt und als weltweit größter Reis-Exporteur Landschaften voller atemberaubend schöner Reisterrassen. In Nordwesten lädt die Umgebung von Chiang Mai oder Chiang Rei den Besucher ein, mit Wanderschuhen in die Umgebung zu trekken, während man im Nordosten die Wunderwelt des Mekongdeltas bestaunen kann.

Die kleine Insel Ko Ngai ist geradezu paradiesisch, Bild: MaSan (Martin Seibel)
Die kleine Insel Ko Ngai ist geradezu paradiesisch, Bild: MaSan (Martin Seibel)

Welche Insel?
Für unsere erste Reise nach Thailand entschieden wir uns für einen Mix aus Strand, und Kultur und Natur. Bei den Inseln war die Entscheidung gar nicht so einfach. Als Rucksack-Reisendee wollten wir natürlich Touristenhochburgen im Ballermann-Stil, wie man sie in Phuket vorfindet, vermeiden.

Auch die Party-Hochburgen Ko Samui, Ko Pha-Ngan, das Pauschaltouristen-Mekka Ko Lanta oder das völlig überlaufene Ko Phi Phi ließen wir außer Acht. In die nähere Auswahl kam die wenig erschlosse Insel Ko Phayam mit der Möglichkeit, von dort aus die Surin-Inseln zu besuchen. Auch die Rasta-Insel Ko-Lipe kam in Frage, genauso wie die Geschwister Ko Yao Noi und Ko Yau Yai. Letztlich entschieden wir uns aber für eine klitzekleine Insel vor Trang, die zu den sogenannten Trang-Inseln gehört – Ko Ngai. Dieses Paradies erreicht man nur mit dem Boot. Es gibt keine Autos und keine Party-Touristen, sondern lediglich von Palmen gesäumte weiße Traumstrände, das türkisfarbene Meer und ein von dichtem Dschungel bewachsenes Hinterland, perfekt für uns für dieses Mal. Weitere Möglichkeiten in dieser Region wären Ko Muk oder auch Ko Kradan gewesen. Für welche Insel man sich letztlich entscheidet, hängt von der Stimmung ab, in der man sich gerade befindet. Um Ruhe und Frieden zu finden, sind die Trang-Inseln geradezu perfekt.

Unsere Reisroute
Start war natürlich Bangkok. Von dort aus ging es nach drei Tagen über Phuket, wo wir zwei Nächte in Phuket-Stadt verbracht haben, mit der Fähre weiter nach Ko Ngai. Nach vier Tagen auf dieser Trauminsel nahmen wir die Fähre nach Pak Meng nahe Trang, von wo es weiter mit dem Bus nach Krabi ging. Dort blieben wir einen Tag und besuchten die Strände in der Umgebung. Von Krabi fuhren wir dann zum Khao Sok Nationalpark, wo wir weitere drei Nächte blieben. Den Flug zurück unternahmen wir dann von der nahegelegenen Stadt Surat Thani aus nach Bangkok, wo wir die letzte Nacht verbrachten.

Bangkok
Natürlich wollten wir Bangkok sehen und planten einige Tage dort ein. Das ist ein Muss! Dort lockten uns das Gewusel von Chinatown, die Dachterrassen der Wolkenkratzer, die vielen Tempelanlagen und die bunten Märkte genauso an wie die berühmte Khao-San Road, Thai-Massagen und natürlich das kulinarische Bangkok. Die Straßen sind gesäumt von Garküchen und Restaurants, Foodcourts in Hochhäusern, so dass man den ganzen Tag nur essen könnte. Chiang Mai im Norden stand als weitere Kulturdestination ganz oben auf meiner Liste, doch letztlich entschieden wir uns doch dagegen, oder besser gesagt, das verschieben wir auf das nächste Mal.

Der Khao Sok Nationalpark gehört zu den ältesten Regenwäldern der Erde, Bild: MaSan (Martin Seibel)
Der Khao Sok Nationalpark gehört zu den ältesten Regenwäldern der Erde, Bild: MaSan (Martin Seibel)

Natur
Viel mehr hatten wir es auf die Natur abgesehen und entschieden uns, einen der ältesten Regenwälder der Welt zu besuchen, in dessen weiten sich wilde Elefanten und die größte Katze, der Tiger, herum treiben, den Nationalpark Khao Sok. Der von Minderheiten geprägte Nordwesten des Landes hätte uns ebenfalls gereizt und auch der an das Mekongdelta angrenzende Nordosten, aber wie gesagt, man muss sich halt entscheiden.

Erfahre mehr über Thailand! Zum Beispiel über Bangkok, der pulsierenden Supermetropole des Landes.

MaSan
Ma San
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