Durch ganz Vietnam – mit dem Zug

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Fliegen ist die komfortabelste und schnellste Art und Weise, durch Vietnam zu reisen, die schönste aber ganz gewiss nicht. Man überfliegt im wahrsten Sinnen des Wortes vieles, was sich zu sehen lohnt. Zu reisen bedeutet nicht das Abarbeiten einer Liste von Sehenswürdigkeiten, wie man das leider zunehmend beobachten kann, sondern auch mal, die Zeit zu vergessen, zu verschwenden, und das Gesehene auf sich wirken zu lassen. Genau das bietet das Reisen mit dem Zug, und in besonderem Maße in einem so schönen Land wie Vietnam. Im Zug zu sitzen, aus dem Fenster zu schauen, einzuschlafen und beim Aufwachen zu merken, dass sich die Landschaft schon wieder ein wenig verändert hat, ist ein Erlebnis für sich. Die Fahrt von einem Ort zum anderen erfolgt meist über Nacht, was den Vorteil mit sich bringt, dass man sich so eine Übernachtung im Hotel spart. Die gängigste Hauptroute längs durchs ganze Land von Hanoi nach HCMC (Saigon) mit den Zwischenstopps (beispielsweise) Sapa, Haiphong, Ninh Binh, Hue, Hoi An, Danang und Na Thrang kann komplett mit dem Zug bewältigt werden.

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Vietnam Impressive
Da das Fliegen den reichen Vietnamesen und Ausländern vorbehalten ist und oft nur ein oder zwei Züge täglich von einem Ort in den anderen fahren, ist es ratsam bzw. zwingend erforderlich, die Tickets im Voraus zu buchen, denn die Züge sind meist auf mehrere Tage komplett ausgebucht. Alternative außer dem Flugzeug ist dann nur noch der Nachtbus, und das ist alles andere als ein Spaß. Die Fahrer stehen oft unter Zeitdruck und riskante Überholmanöver bei zu hoher Geschwindigkeit bei ständiger Betätigung der Hupe sind nicht die idealen Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf. Ein Service, der verlässlich ist und sich mittlerweile bewährt hat, bietet „Vietnam Impressive“. Über gängige Routen, Zeiten und Preise kann man sich über deren Website informieren, und Fragen werden stets schnell und freundlich beantwortet. Einmal in Kontakt und die einzelnen Züge ausgewählt, erfolgt die Bezahlung online über ein Online-Bezahlsystem, wobei die Zahlung über „OnePay“ die Variante mit den geringsten Gebühren ist. Die Tickets werden dann in ein Hotel ihrer Wahl gebracht, auch wenn Sie noch nicht vor Ort sein sollten.

Vorausplanen
Bei einem längeren Aufenthalt mag man sich nun fragen, wie man denn nun für einen so langen Zeitraum Tickets im Voraus buchen soll, weil es ja nicht vorhersehbar ist, was einem am besten gefällt und wo man evtl. doch ein oder zwei Tage länger bleiben will. Hier gilt leider: Spontan ein Zugticket zu bekommen ist wenig erfolgversprechend, und wer will schon wertvolle Reisezeit damit verbringen, sich ständig beim Bahnhof nach Tickets zu informieren. Man sollte, wenn schon nicht die gesamte Reise, einen Teil davon vorausplanen und sich vorher überlegen, wie lange man wo bleiben will, das ist leider nun mal so in Vietnam. Ansonsten gibt’s schlichtweg keine Tickets, sondern Gruselfahrten im Nachtzug.

Soft – und Hardsleeper
Softsleeper steht nicht für ein besonders weiches Kissen, sondern lediglich für die Anzahl der Betten. Ein Softsleeper-Abteil hat vier Betten, ein Hardsleeper-Abteil dagegen sechs. Einen großen Preisunterschied zwischen den zwei Klassen gibt es kaum, einen Komfortunterschied natürlich schon. Eine zwölfstündige Fahrt von Hanoi nach Hue im schnellsten Zug kostet im Softsleeper-Abteil 59 US-Dollar, im Hardsleeper-Abteil 57 US-Dollar. Hier fängt der frühe Vogel den Wurm, nicht der mit dem dicksten Geldbeutel.

Auf meinem Blog findest du viele weitere spannende Artikel über Vietnam, z.B. über die Halong-Bucht oder Sapa im bergigen Nordosten des Landes.

MaSan
Ma San
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